Argumentieren Lernen

Selbstbedienung – das Pro und Contra der Kundenorientierung

22.04.2010

Der Kunde bedient sich selbst. Die Überweisung wird selbst getippt, die Zapfsäule selbst bedient, das Formular selbst ausgefüllt, der Flugschein selbst ausgedruckt – Unternehmen haben es gelernt: Wer Geld sparen will, muss die Arbeit auf die Kunden abwälzen. Ärgert Sie das? Oder sehen Sie auch Vorteile.

So berichtete gestern die Süddeutsche.de   http://www.sueddeutsche.de/app/fluestertool/wirtschaft/?id=1267025036.

Ich sehe darin den Vorteil “guthin”:

Ich brauche beim Einkaufen keine anderen Menschen!

Ich benötige keine Argumentation, warum ich die Trendfarbe LILA nicht mag und lieber meinem erfrischenden SCHWARZ treu bleibe. Ich muss mich an der “Haustankstelle” nicht erklären, dass ich SUPER PLUS tanke und auf 100 km 20 Liter Sprit durchblase. Bei der Bank erspare ich mir den Anblick von demotivierten, ausdruckslos guckenden und standardisiert antwortenden Mitarbeitern.

“Schönen Tag noch” in überhöhter Stimmlage hinter mir hergerufen – das, mit Verlaub – versaut mir meinen Tag!

Endlich bin ich FREI!

Ja, endlich! Ein eindeutiges CONTRA Kundenorientierung von mir.

Kundenorientierung – gibt es ein Pro?

Ich bin bis heute ein Anhänger der Literatur von Edgar K. Geffroey – meinem “Kundenorientierungs-Papst”. Mit viel Weitsicht hat er es verstanden, mich von der Idee zu begeistern, Kunden als Menschen zu akzeptieren und Ihnen einen stetigen Nutzen zu präsentieren. Die Kundenerfolgsstrategie: Mache den Kunden erfolgreich – dann wirst du auch erfolgreich, treibt mich immer wieder an, neue Ideen zu generieren, um den größt möglichen Nutzen zu stiften.

Diese Art zu arbeiten, teile ich mit sehr vielen Menschen im täglichen Umgang und – es werden immer mehr. Nur so gelingt es uns, voran zu kommen. Uns weiter zu entwickeln. Uns näher zu kommen. Uns eben zu nützen.

Kundenorientierung – Nutzen, Dienen, Bedienen

Leider sind in Deutschland die Begriffe – nützen, dienen, bedienen – nicht nur aus der Mode gekommen. Nein, sie sind verpönt. Sollte ich jemandem dienen müssen, wird gerade zu meine Menschenwürde verletzt.

Ich meine der Verfassungsschutz ist hier gefragt.

Und solang diese Einstellung beim täglichen Einkauf vorherrscht:

Möchte ich frei sein!

Brainstorming – der erste Schritt zu einer neuen Idee

17.11.2009

Sie bekommen auf der Arbeit zu hören: „Seien Sie doch mal kreativ, Sie machen das schon“, doch in Ihrem Kopf sind keine Ideen? Versuchen Sie es doch mal mit einem Brainstorming. Gemeint ist die Suche nach neuen, ungewöhnlichen Ideen in einer Gruppe. Ein Brainstorming können Sie auch allein als kreative Lockerungsübung nutzen.

Für ein Brainstorming wird eine Gruppe gesucht, die je nach Problemstellung aus Experten/Mitarbeitern, Laien oder Experten andersartiger Fachgebiete besteht. Im ersten Schritt erklärt ein Gruppenleiter Thema und Ziel. Alle Teilnehmer können spontan antworten, was Ihnen zu dem genannten Thema einfällt. Optimal wäre es, wenn sie sich gegenseitig inspirieren und so neue Ansätze finden. Jeder Einfall muss vom Gruppenleiter protokolliert werden, ohne diesen zu bewerten. Jeder soll seine Gedanken frei äußern, denn je kreativer ein Ansatz ist, desto mehr kann sich daraus entwickeln. Im zweiten Schritt werden die gesammelten Ideen bewertet und sortiert.

Zusammenfassung:

  • Äußern Sie keine Kritik
  • Lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf
  • Je kreativer Ihre Ideen sind, desto besser
  • Ein Gruppenleiter koordiniert das Brainstorming

Ein Brainstorming kann allerdings auch ins Negative ausschlagen. Wenn die Teilnehmer sich in den Gruppen gegenseitig behindern, hemmen sie die Kreativität. Problematisch wird es, wenn Einzelgänger sich profilieren wollen. Denn ein Brainstorming profitiert von vielen verschiedenen Ideen und nicht von der Meinung eines Einzelnen.

Vorteile:

  • Einfache Handhabung
  • Geringe Kosten
  • Nutzen von Synergieeffekten in der Gruppe
  • Innovative Ideenfindung
  • Gut als Einstieg in ein Thema

Nachteile:

  • Abhängig von Teilnehmern
  • Gefahr der Abschweifung
  • Gefahr von Gruppenkonflikten
  • Nicht brauchbar für komplexe Themen

Haben Sie schon Erfahrungen Mit Brainstormings gemacht? Schreiben Sie mir einen Kommentar, ob es sich um positive oder negative Erfahrungen handelt!

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