Argumentieren Lernen

Unter Stress argumentieren

20.01.2010

Wenn wir von Stress sprechen, sollten wir immer zwischen Eustress und Distress unterscheiden. Das Argumentieren im Eustress ist auch nicht immer ganz leicht und bedarf häufig des Trainings und der Klarheit über den eigenen Standpunkt. Die persönliche Zielsetzung, sowie die Kenntnis über mögliche Nutzenformulierungen sind ebenso notwendig um erfolgreich zu kommunizieren. Eustress bedeutet immer eine positive Anspannung, die das Denken konstruktiv unterstützt.

Anders sieht das in der Distress-Phase aus. Hier kann die Panik die Oberhand gewinnen und mentale  Blockaden werden aufgebaut.

Grundlagen erfolgreicher Stressargumentation

  1. Die wichtigste Grundlage für eine erfolgreiche Argumentation unter Stress ist die Kenntnis über die Stärken, die Werte, die Charaktereigenschaften der eigenen Person – das heißt nichts anderes, als selbstbewusst aufzutreten.  Ich möchte Selbstbewusstsein definieren, als – sich seiner selbst bewusst sein – sich selbst zu kennen.
  2. Kennen Sie Ihre Ziele. Seien Sie vorbereitet im Hinblick darauf: Welche Gesprächspartner werden mir gegenüber sitzen? Wie wird die Situation zu beschreiben sein? Wie kann ich authentisch argumentieren?
  3. Auch bei einem sehr guten Kenntnisstand über den eigenen Charakter – informieren Sie sich über die grundlegenden Signale, die durch die Körpersprache gesendet werden und deren Interpretation. Typische Unsicherheitssignale können z.B. sein:
    • hochgezogene Schultern
    • unsteter, hektischer Blick
    • leises Sprechen
  4. Trainieren Sie mit unfairen Angriffen umzugehen. Lenken Sie die Energie des Angreifers stets auf die Sache zurück. Lassen Sie niemals den Grad der Unfairness, die Lautstärke und die emotionale Stimmung vom anderen aufdrängen.
  5. Bedienen Sie sich in Ihrer Darstellung des Fünf-Satzes.
    Das sorgt für Klarheit und Präzision – und damit für Ausstrahlung.

Ein Rat zum Schluss: Seien Sie sich in jeder Situation darüber im Klaren:

  • Wer bin ich
  • Was sind meine Stärken
  • Was will ich

Viele Grüße,
Ihre Wiltraud Natzke

Toll, dass Sie hier sind und herzlich Willkommen bei
Argumentieren lernen! – eine Leistung von jobperform®!

Kostenfaktor Stress

16.01.2010

Wussten Sie, dass jeder Leistungsträger Stress benötigt, um leisten zu können?

Tatsächlich ist es so, dass ein mittleres bis leicht erhöhtes Stress-Niveau günstig für ein sicheres und zielführendes Handeln ist.

Doch was ist mittel bis leicht erhöht? Die Antwort: Die Höhe ist eine Frage des Trainings.

Stellen Sie sich vor, Sie leben mehrere Jahre auf einer einsamen Insel, kein Kontakt zu Menschen oder anderen intelligenten Lebewesen.  Sie haben Ihre Ruhe. Dann strandet jemand!

Nach der Freude folgt unmittelbar die Auseinandersetzung – durch mangelndes Training – also sehr wahrscheinlich Stress!

Der Stress-Forscher Hans Selye unterscheidet Eustress und Distress. Eustress ist eine günstige, gesundheitsfördernde Belastung und wirkt sich auf Leistung und Motivation stimulierend aus. Distress beinhaltet demgegenüber eine schädigende Überforderung des Organismus. Wenn wir also von Stress sprechen, sprechen wir allgemein hin über Distress.

Wann entstehen dann Kosten durch Stress?

Begleiten Sie mich gedanklich in eine typische Meeting-Situation.

Projektleiter A stellt den Projektverlauf dar und legt seine Prognosen für den Verlauf vor. Neben den sachlich fundierten Zahlen gibt Projektleiter A auch eine persönliche Stellungnahme über das Mass der Zielerreichung ab.

Folgender Kommentar schlägt ihm von seinen Kollegen entgegen: “Das glauben Sie doch selbst nicht, was Sie da sagen”; “Völliger Nonsens, den Sie da von sich geben”.

Was wird sehr wahrscheinlich mit Projektleiter A passieren? Er blockiert. Es fehlen ihm die Worte. Er büßt seine Leistungfähigkeit sehr stark ein. Er ist im Distress! Seiner Anwesenheit steht kaum noch eine messbare Leistungfähigkeit gegenüber.

Kosten entstehen.

Aufbau von Eustress – Vermeidung von Kosten

Der Distress wird im Berufsalltag tatsächlich in einem hohen Maß durch einen “persönlichen Angriff” aus dem Kollegen- oder Mitarbeiterkreis verursacht. Eine mögliche Lösung, sich diesen Situationen zu stellen, besteht darin, sich Klarheit über folgendes Muster zu verschaffen:

  1. Was ist das auslösende Moment für diese stressende Situation?
  2. Wie nehme ich, als “angegriffender” diese Situation wahr? Welche Gedanken entwickel ich dazu? Welche Annahmen habe ich?
  3. Welche emotionale Konsequenz folgt aus diesen Annahmen?

Sich Klarheit über die eigenen Verhaltensmuster zu bilden, ist der Schlüssel zum Erfolg – zur grundlegenden Möglichkeit, Verhalten zu verändern.

Sie können den Stress selbst managen! Trainieren Sie! Ihre Eustressgrenze und damit Ihre Leistungsfähigkeit wird immer größer und Ihre Kompetenzvermutung steigt stetig.

Viele Grüße,
Ihre Wiltraud Natzke

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