Argumentieren Lernen

Argumentation in der Präsentation

07.01.2010

Wie schon Wolfgang Natzke in seinem Blogartikel Präsentation – Ihre Investition schreibt:

Jede Präsentation verfolgt vor allem ein Ziel:
Der Zuhörer soll bei körperlicher Anwesenheit und geistiger Aufmerksamkeit mit mentaler Begeisterung Inhalte unterschiedlichster Art “kaufen”.

Als Zuhörer “kaufen” Sie jedoch nur, wenn Sie überzeugt sind. Wie also lassen Sie sich überzeugen?

Vielleicht so, wie in diesem Video?

Sie werden mir zustimmen, dass diese Präsentation gelungen ist. Doch ist sie auch überzeugend?

Argumentation – kurz und bündig

Präsentationen sollen zu  schnellen und präzisen Resultaten führen. Deshalb sollte auch ihre Argumentation kurz und präzise sein.

Folgender Aufbau bietet sich an:

aufbau-argument

Und so könnte die Umsetzung für das Thema “Neustrukturierung des Informationsflusses” lauten:

Tatsache ist, dass die Menge der, für Entscheidungen relevanten, Informationen im beruflichen wie im privaten Umfeld kontinuierlich wächst. Daraus folgt, dass wir im Unternehmen von Informationen leben und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit gewährleistet wird. Deshalb brauchen wir eine sinnvolle Struktur unseres Informationssystems. Partnerunternehmen haben dadurch schon nachweislich große Erfolge erzielt.

Ein Tipp zum Schluß: In der Kürze liegt die Schlagkraft. Weniger ist auch hier mehr!

Viele Erfolg für Ihre nächste Präsentation wünscht Ihnen

Wiltraud Natzke

Egoismus im Geschäftsleben

02.11.2009

Der Fehler Nummer 1 im Geschäftsleben ist eindeutig Egoismus. Denn wer sich wie das künstliche Gebilde der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre – der Homo Oeconomicus – verhält, dem fällt der Erfolg nicht gerade in den Schoß. Denn wer nur eigennützig und rational handelt, der erntet Missgunst von den Kollegen. Viele Unternehmer folgen noch diesem alten Prinzip und versuchen als eine Art Alleinherrscher, das Unternehmen zu führen. Doch Egoismus schadet mehr, als dass er nutzt. Denn die Menschen geben nicht nur auf sich selber Acht, sondern handeln nach persönlichem Belieben. Das Ziel besteht heute nicht mehr nur darin, Wohlstand zu schaffen und zu vermehren, sondern auch einen fairen Umgang mit Mitarbeitern zu schaffen.

An die Stelle des Homo Oeconomicus tritt ein Mensch, der Fairness und Gerechtigkeit höher bewertet als die schlichte Maximierung des Eigennutzes – und dies auch von seinem Gegenüber verlangt. Menschen werden viel mehr von ihren Emotionen gesteuert, als bisher angenommen. Daher stoßen egoistische Menschen im Geschäftsleben auch oft auf Kritik. Denn den Stress, den Egoismus auslöst, kann keiner ohne weiteres – auf längere Zeiträume betrachtet – aushalten. Stress ist die Hauptursache für Herzerkrankungen in westlichen Ländern.

Ein überraschender Versuch

Armin Falk führte gemeinsam mit Psychologen, Genetikern und Neurowissenschaftlern Feld- und Laborexperimente durch, die das Bild des sozialignoranten Egoisten in Frage stellen. An seine Stelle tritt ein Mensch, der Fairness und Gerechtigkeit höher bewertet als die schlichte Maximierung des Eigennutzes – und dies auch von seinem Gegenüber verlangt.

Der Bonner zeigt mit einem einfachen Rollenspiel, dass die Traditionalisten, die unterstellen, dass Engagement sich erzwingen lässt, wenn man den Mitarbeiter streng kontrolliert, scheitern. Dabei wurden zwei Vergleichsgruppen mit Chefs und Mitarbeitern eingesetzt. In der ersten legte der Chef einen Lohn fest und überließ es den Mitarbeitern, wie viel sie dafür arbeiten. In der zweiten Gruppe war die Entlohnung an detaillierte Arbeitsvorgaben und Anwesenheitsbestimmungen geknüpft. Am Ende war das Leistungsniveau höher, wenn die Mitarbeiter nicht eingeschränkt wurden. Danach befragt, gaben die Mitarbeiter an, dass sie die Einschränkung als Misstrauen deuteten und darauf mit Leistungszurückhaltung reagierten.

Haben Sie Erfahrungen mit egoistischen Chefs oder Mitarbeitern? Kommentieren Sie diesen Artikel und lassen Sie es mich wissen.

Gute Rhetorik Seminare erkennen

22.09.2009

Rhetorik Seminare und Unternehmen, die solche Kurse anbieten, gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Der Markt der Seminaranbieter boomt und der Trend scheint nicht zu stoppen. Allein etwa 500 bis 600 Institute alleine bieten inzwischen Seminare zu Themen wie Kommunikation, Rhetorik und Präsentation an. Den Überblick bei dieser Vielzahl an Schulungen zu haben fällt schwer. Wir geben Ihnen fünf Tipps, woran Sie gute Rhetorik Seminare erkennen können.

Rhetorik Seminare müssen bestimmte Qualitätsanforderungen erfüllen

Auch wenn es für Rhetorik Seminare keine Prüf- und Qualitätssiegel gibt, wie beispielsweise in der Lebensmittelbranche, können Sie anhand von fünf einfachen Kriterien entscheiden, welche Rhetorik Seminare zu Ihnen passen und wertvoll sein können.

Natürlich ist auch unsere Liste an Vorschlägen nicht komplett und wir würden uns über weitere Ideen freuen. Hier nun unsere Tipps für gute Rhetorik Seminare:

  • Welche Inhalte umfasst das Kurskonzept? Sind Ideen und Planungen aufeinander abgestimmt? Sie die Inhalte auf den Wissenshintergrund der Teilnehmer angepasst?
  • Welche Erfahrungen und Referenzen können die Anbieter der Rhetorik Seminare vorweisen? Natürlich gilt hier: Je mehr gute Referenzen, desto besser. Aber lesen Sie sich die Referenzliste und die eventuell vorhandenen Bewertungen aufmerksam durch. Notfalls fragen Sie beim Anbieter nach Referenzen.
  • Wie viele Teilnehmer belegen einen Kurs? Viele Menschen kennen das Problem aus zu großen Klassen in der Schule, überfüllten Räumen bei Seminaren oder ähnlichen Gegebenheiten. Zu einem nicht unwichtigen Prozentsatz hängt die Qualität des Kurses von der Kursgröße ab. Hier gilt in der Regel: Je kleiner der Kurs, desto mehr können die Anbieter auf einzelne Teilnehmer eingehen. Und das wirkt sich oftmals direkt auf die Qualität des Kurses aus.
  • Welchen Wissenshintergrund haben die Anbieter der Rhetorik Seminare? Haben Sie Kommunikationswissenschaften, Psychologie, Pädagogik oder andere Sprachwissenschaften studiert, um so ihre Seminare auf feste Beine stellen können?
  • Wie sieht es mit Feedback- und Kontaktmöglichkeiten aus? Sind die Anbieter jederzeit kontaktierbar und antworten sie auf Ihre Mails oder Anrufe? Können Sie durch Kritik und Lob die Kurse beeinflussen? Sind Ihre Anbieter flexibel, was die Einbindung der Rückmeldungen betrifft?

Was denken Sie persönlich über Rhetorik Seminare? Nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

Rhetorik Training – Schritt 5 Die goldenen Regeln

08.08.2009

Wer wünscht sich das nicht – Ein Versprechen erfolgreich zu sein – wenn man sich nur an ein paar Regeln hält.

Die Rhetorik zeigt es.

Regel Nr. 1

Beschränken Sie sich auf das Wesentliche – Winston Churchill hat gesagt: “Wenn ich nur zehn Minuten sprechen darf, so brauche ich eine Woche zur Vorbereitung. Steht mir eine Stunde zur Verfügung, so brauche ich zwei Tage. Habe ich aber unbegrenzt Redezeit, so kann ich sofort mit dem Sprechen beginnen.”

Regel Nr. 2

Die Rede ist keine Schreibe – “Man muss die Gesichter der Zuhörer beobachtet haben, wenn ein vermeintlicher Redner das Podium besteigt und zunächst ein schweres Manuskript auf das Pult legt. Man darf sicher sein, dass die Mehrheit der Zuhörer nicht auf die Rede hört, sonder betrübt verfolgt, wie langsam sich das Verhältnis der vorgelesenen zu den noch nicht vorgelesenen Seiten wandelt.” -

Emil Dovifat; Publizist

Regel Nr. 3

Zeigen Sie Ihre humoristische Seite – Humor entspannt

Regel Nr. 4

Sie sind als Redner zwar der “Chef” – aber ist Ihnen nicht auch ein Chef mit Herz symphatischer – Zeigen Sie menschliche Wärme

Regel Nr. 5

Stiften Sie Nutzen

Regel Nr. 6

Denken Sie immer an Ihr Redeziel

Rhetorik Training – Schritt 4 Die Aufbauvarianten

07.08.2009

Grundsätzlich gilt:

Wählen Sie einen Aufbau, der zu Ihnen und dem Thema passt.

Darüber hinaus sollten Sie in Ihrem Rhetorik-Training folgendes beachten:

  • Sprechen Sie das Wichtigste zuerst an, da die Aufmerksamkeit mit der Zeit absinkt
  • Beantworten Sie alles W-Fragen zu Ihrem Thema
  • Bedenken Sie im Aufbau, dass Sie die Herzen der Zuhörer gewinnen müssen
  • Behalten Sie Ihr Redeziel im Auge
  • Nutzen Sie viele Eingangskanäle bei der Auswahl der Medien und der Visualisierungsmöglichkeiten
  • Verknüpfen Sie vorherige Fakten
  • Verknüpfen Sie mit der Realität
  • Wiederholen Sie neue Informationen

Rhetorik Training – der Redeaufbau

Ich möchte Ihnen hier eine kleine Auswahl an Möglichkeiten für Ihr Rhetorik Training aufzeigen. Damit Sie die volle Wirkung erreichen beachten Sie, welcher Redetyp Sie sind und welches Ziel erreicht werden soll. Die Aufbauvarianten eignen sich konsequent für eine Überzeugungsrede.

  1. Die Analyseform
    • Sie beginnen mit der Information über die Fakten, die Ausgangssituation, den momentanen Stand der Dinge
      Es geht um das – IST
    • Sie schließen an, mit Überlegungen zu den Punkten – Wohin soll es gehen?, Was ist das Ziel?, Was ist die Zukunft?
      Es geht um das – SOLL
    • Den Schluss liefert die Schilderung der Vorgehensweise, der Lösungen – Wie packen wir es an!
      Es geht um den – WEG
  2. Die IDEAL – Form
    • I – Wecken Sie das Interesse, schaffen Sie Wohlwollen – Interesse
    • D – Stellen Sie das Thema dar, präsentieren Sie die Situation, unterbreiten Sie Vorschläge – Darstellung
    • E – Erläutern, Präzisieren, untermauern Sie Ihre Aussagen – Erläuterung
    • A – liefern Sie Praxisbeispiele, Aha-Erlebnisse und anschauliche Darstellungen – Anschauung
    • L – der Schluss sollte logisch sein, formulieren Sie eine Handlungsaufforderung, sagen Sie was zu tun ist – Logik
  3. Die Überzeugungsformel
    • Sie wählen den Einstieg über die Darstellung einer Meinung, einer Behauptung oder eines Standpunktes – These
    • Sie treten die Beweisführung an – Argumente
    • Sie konkretisieren und bekräftigen das Gesagte – Beispiele
    • Zeigen Sie nun Konsequenzen auf und fordern Sie Handlungen – Zusammenfassung

Ich wünsche Ihnen viel Spass und Erfolg bei Ihrem Rhetorik Training.

Rhetorik Training – Schritt 3 die Vorbereitung

05.08.2009

Die Vorbereitung ist das A und O eines jeden erfolgreichen Vortrages. Damit die Rhetorik nicht verpufft, sind folgenden Bereiche im Training  zu überdenken und zu bearbeiten.

  1. Thema und Publikum
    • Über welches Thema will ich ganz genau sprechen?
    • Welche Personen sind meine Zielgruppe?
    • Was wissen sie über das Thema, was wissen sie über mich?
    • Was versprechen sie sich von meinem Vortrag
  2. Redeziel
    • Welche Ziele setze ich mir?
    • Was erwartet der Veranstalter?
    • Was erwartet der Zuhörer?
    • Was will ich erreichen?
    • Was gilt es zu vermeiden

Rhetorik Training – Das Stichwortmanuskript

Folgende Punkte sollten Sie bei der Erstellung Ihres Stichwortmanuskriptes berücksichtigen:

  • Karten im Format A6, max A5
  • nur einseitig beschriften – dann fällt das Rhetorik Training auch leichter
  • nur einen einzigen Hauptgedanken pro Karte
  • Zitate, Namen, Zahlen, Anfang und Ende wörtlich notieren und auch im Rhetorik Training immer berücksichtigen
  • groß und deutlich schreiben
  • verschiedene Schriftfarben
  • richtig ordnen
  • Hinweise auf Hilfsmittel sind hilfreich – aber keine Stimm- und Gestenanweisungen
  • eventuell Zeithinweise

Rhetorik Training – Inhalt, Form und Taktik, Organisatorisches

Jetzt geht es an das Feintuning. Hier sollten Sie sich schon auf einige Details festlegen. Berücksichtigen Sie Ihre Festlegungen auch jetzt schon im Rhetorik Training – sollte es noch nicht stimmig sein, läßt sich noch alles ändern.

Fragestellungen zur Klärung des Inhaltes:

  • Was ist zu sagen?
  • Welche Fakten soll ich ansprechen?
  • Wie trage ich den Inhalt zusammen?

Fragen zur Form und zur Taktik:

  • In welcher Form muss ich es sagen?
  • Womit beginne ich?
  • Was kommt als nächstes?
  • Welche Argumente sollten an den Schluss gestellt werden?

Zum Schluss noch die Fragen zur Organisation:

  • Wie reise ich an?
  • Stehen technische Hilfsmittel zur Verfügung?
  • Wie viel Zuhörer werden erwartet?
  • Wie ist die Sitzanordnung?

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