Argumentieren Lernen

Unter Stress argumentieren

20.01.2010

Wenn wir von Stress sprechen, sollten wir immer zwischen Eustress und Distress unterscheiden. Das Argumentieren im Eustress ist auch nicht immer ganz leicht und bedarf häufig des Trainings und der Klarheit über den eigenen Standpunkt. Die persönliche Zielsetzung, sowie die Kenntnis über mögliche Nutzenformulierungen sind ebenso notwendig um erfolgreich zu kommunizieren. Eustress bedeutet immer eine positive Anspannung, die das Denken konstruktiv unterstützt.

Anders sieht das in der Distress-Phase aus. Hier kann die Panik die Oberhand gewinnen und mentale  Blockaden werden aufgebaut.

Grundlagen erfolgreicher Stressargumentation

  1. Die wichtigste Grundlage für eine erfolgreiche Argumentation unter Stress ist die Kenntnis über die Stärken, die Werte, die Charaktereigenschaften der eigenen Person – das heißt nichts anderes, als selbstbewusst aufzutreten.  Ich möchte Selbstbewusstsein definieren, als – sich seiner selbst bewusst sein – sich selbst zu kennen.
  2. Kennen Sie Ihre Ziele. Seien Sie vorbereitet im Hinblick darauf: Welche Gesprächspartner werden mir gegenüber sitzen? Wie wird die Situation zu beschreiben sein? Wie kann ich authentisch argumentieren?
  3. Auch bei einem sehr guten Kenntnisstand über den eigenen Charakter – informieren Sie sich über die grundlegenden Signale, die durch die Körpersprache gesendet werden und deren Interpretation. Typische Unsicherheitssignale können z.B. sein:
    • hochgezogene Schultern
    • unsteter, hektischer Blick
    • leises Sprechen
  4. Trainieren Sie mit unfairen Angriffen umzugehen. Lenken Sie die Energie des Angreifers stets auf die Sache zurück. Lassen Sie niemals den Grad der Unfairness, die Lautstärke und die emotionale Stimmung vom anderen aufdrängen.
  5. Bedienen Sie sich in Ihrer Darstellung des Fünf-Satzes.
    Das sorgt für Klarheit und Präzision – und damit für Ausstrahlung.

Ein Rat zum Schluss: Seien Sie sich in jeder Situation darüber im Klaren:

  • Wer bin ich
  • Was sind meine Stärken
  • Was will ich

Viele Grüße,
Ihre Wiltraud Natzke

Toll, dass Sie hier sind und herzlich Willkommen bei
Argumentieren lernen! – eine Leistung von jobperform®!

Kostenfaktor Stress

16.01.2010

Wussten Sie, dass jeder Leistungsträger Stress benötigt, um leisten zu können?

Tatsächlich ist es so, dass ein mittleres bis leicht erhöhtes Stress-Niveau günstig für ein sicheres und zielführendes Handeln ist.

Doch was ist mittel bis leicht erhöht? Die Antwort: Die Höhe ist eine Frage des Trainings.

Stellen Sie sich vor, Sie leben mehrere Jahre auf einer einsamen Insel, kein Kontakt zu Menschen oder anderen intelligenten Lebewesen.  Sie haben Ihre Ruhe. Dann strandet jemand!

Nach der Freude folgt unmittelbar die Auseinandersetzung – durch mangelndes Training – also sehr wahrscheinlich Stress!

Der Stress-Forscher Hans Selye unterscheidet Eustress und Distress. Eustress ist eine günstige, gesundheitsfördernde Belastung und wirkt sich auf Leistung und Motivation stimulierend aus. Distress beinhaltet demgegenüber eine schädigende Überforderung des Organismus. Wenn wir also von Stress sprechen, sprechen wir allgemein hin über Distress.

Wann entstehen dann Kosten durch Stress?

Begleiten Sie mich gedanklich in eine typische Meeting-Situation.

Projektleiter A stellt den Projektverlauf dar und legt seine Prognosen für den Verlauf vor. Neben den sachlich fundierten Zahlen gibt Projektleiter A auch eine persönliche Stellungnahme über das Mass der Zielerreichung ab.

Folgender Kommentar schlägt ihm von seinen Kollegen entgegen: “Das glauben Sie doch selbst nicht, was Sie da sagen”; “Völliger Nonsens, den Sie da von sich geben”.

Was wird sehr wahrscheinlich mit Projektleiter A passieren? Er blockiert. Es fehlen ihm die Worte. Er büßt seine Leistungfähigkeit sehr stark ein. Er ist im Distress! Seiner Anwesenheit steht kaum noch eine messbare Leistungfähigkeit gegenüber.

Kosten entstehen.

Aufbau von Eustress – Vermeidung von Kosten

Der Distress wird im Berufsalltag tatsächlich in einem hohen Maß durch einen “persönlichen Angriff” aus dem Kollegen- oder Mitarbeiterkreis verursacht. Eine mögliche Lösung, sich diesen Situationen zu stellen, besteht darin, sich Klarheit über folgendes Muster zu verschaffen:

  1. Was ist das auslösende Moment für diese stressende Situation?
  2. Wie nehme ich, als “angegriffender” diese Situation wahr? Welche Gedanken entwickel ich dazu? Welche Annahmen habe ich?
  3. Welche emotionale Konsequenz folgt aus diesen Annahmen?

Sich Klarheit über die eigenen Verhaltensmuster zu bilden, ist der Schlüssel zum Erfolg – zur grundlegenden Möglichkeit, Verhalten zu verändern.

Sie können den Stress selbst managen! Trainieren Sie! Ihre Eustressgrenze und damit Ihre Leistungsfähigkeit wird immer größer und Ihre Kompetenzvermutung steigt stetig.

Viele Grüße,
Ihre Wiltraud Natzke

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Argumentation in der Präsentation

07.01.2010

Wie schon Wolfgang Natzke in seinem Blogartikel Präsentation – Ihre Investition schreibt:

Jede Präsentation verfolgt vor allem ein Ziel:
Der Zuhörer soll bei körperlicher Anwesenheit und geistiger Aufmerksamkeit mit mentaler Begeisterung Inhalte unterschiedlichster Art “kaufen”.

Als Zuhörer “kaufen” Sie jedoch nur, wenn Sie überzeugt sind. Wie also lassen Sie sich überzeugen?

Vielleicht so, wie in diesem Video?

Sie werden mir zustimmen, dass diese Präsentation gelungen ist. Doch ist sie auch überzeugend?

Argumentation – kurz und bündig

Präsentationen sollen zu  schnellen und präzisen Resultaten führen. Deshalb sollte auch ihre Argumentation kurz und präzise sein.

Folgender Aufbau bietet sich an:

aufbau-argument

Und so könnte die Umsetzung für das Thema “Neustrukturierung des Informationsflusses” lauten:

Tatsache ist, dass die Menge der, für Entscheidungen relevanten, Informationen im beruflichen wie im privaten Umfeld kontinuierlich wächst. Daraus folgt, dass wir im Unternehmen von Informationen leben und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit gewährleistet wird. Deshalb brauchen wir eine sinnvolle Struktur unseres Informationssystems. Partnerunternehmen haben dadurch schon nachweislich große Erfolge erzielt.

Ein Tipp zum Schluß: In der Kürze liegt die Schlagkraft. Weniger ist auch hier mehr!

Viele Erfolg für Ihre nächste Präsentation wünscht Ihnen

Wiltraud Natzke

Egoismus im Geschäftsleben

02.11.2009

Der Fehler Nummer 1 im Geschäftsleben ist eindeutig Egoismus. Denn wer sich wie das künstliche Gebilde der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre – der Homo Oeconomicus – verhält, dem fällt der Erfolg nicht gerade in den Schoß. Denn wer nur eigennützig und rational handelt, der erntet Missgunst von den Kollegen. Viele Unternehmer folgen noch diesem alten Prinzip und versuchen als eine Art Alleinherrscher, das Unternehmen zu führen. Doch Egoismus schadet mehr, als dass er nutzt. Denn die Menschen geben nicht nur auf sich selber Acht, sondern handeln nach persönlichem Belieben. Das Ziel besteht heute nicht mehr nur darin, Wohlstand zu schaffen und zu vermehren, sondern auch einen fairen Umgang mit Mitarbeitern zu schaffen.

An die Stelle des Homo Oeconomicus tritt ein Mensch, der Fairness und Gerechtigkeit höher bewertet als die schlichte Maximierung des Eigennutzes – und dies auch von seinem Gegenüber verlangt. Menschen werden viel mehr von ihren Emotionen gesteuert, als bisher angenommen. Daher stoßen egoistische Menschen im Geschäftsleben auch oft auf Kritik. Denn den Stress, den Egoismus auslöst, kann keiner ohne weiteres – auf längere Zeiträume betrachtet – aushalten. Stress ist die Hauptursache für Herzerkrankungen in westlichen Ländern.

Ein überraschender Versuch

Armin Falk führte gemeinsam mit Psychologen, Genetikern und Neurowissenschaftlern Feld- und Laborexperimente durch, die das Bild des sozialignoranten Egoisten in Frage stellen. An seine Stelle tritt ein Mensch, der Fairness und Gerechtigkeit höher bewertet als die schlichte Maximierung des Eigennutzes – und dies auch von seinem Gegenüber verlangt.

Der Bonner zeigt mit einem einfachen Rollenspiel, dass die Traditionalisten, die unterstellen, dass Engagement sich erzwingen lässt, wenn man den Mitarbeiter streng kontrolliert, scheitern. Dabei wurden zwei Vergleichsgruppen mit Chefs und Mitarbeitern eingesetzt. In der ersten legte der Chef einen Lohn fest und überließ es den Mitarbeitern, wie viel sie dafür arbeiten. In der zweiten Gruppe war die Entlohnung an detaillierte Arbeitsvorgaben und Anwesenheitsbestimmungen geknüpft. Am Ende war das Leistungsniveau höher, wenn die Mitarbeiter nicht eingeschränkt wurden. Danach befragt, gaben die Mitarbeiter an, dass sie die Einschränkung als Misstrauen deuteten und darauf mit Leistungszurückhaltung reagierten.

Haben Sie Erfahrungen mit egoistischen Chefs oder Mitarbeitern? Kommentieren Sie diesen Artikel und lassen Sie es mich wissen.

Gesprächsführung leicht gemacht – Teil 2

30.10.2009

Was in der Gesprächsführung daneben gehen kann, haben wir im ersten Blogeintrag zum Thema Gesprächsführung gesehen. Nun möchte ich Ihnen Lösungsansätze präsentieren, damit das nächste private oder auch Mitarbeitergespräch nach Ihren Wünschen verläuft.

Tipps für eine gute Gesprächsführung

  1. Vorbereitung: Informieren Sie sich schon vorher und fragen Sie sich vor dem Gespräch: Was will ich erreichen, was möchte ich wissen und was bewirken? Erst dann können Sie das Gespräch zielgerichtet beeinflussen.
  2. Die richtige Einstellung: Wenn Sie Ihren Gesprächspartner von Anfang an als Gegner oder Feind sehen, stehen die Chancen für ein gut laufendes Gespräch sehr schlecht. Die Einstellung wird wird vom Gegenüber schnell erkannt, daher achten Sie darauf, den Partner gleichberechtigt zu sehen.
  3. Verstehen: Denken Sie sich in den Standpunkt oder die Lage des Gegenübers hinein und versuchen sie von da aus seine Argumentation nachzuvollziehen. Wenn Sie das tun, können Sie selber bessere Argumente finden, um Ihren Standpunkt zu verdeutlichen. Hier hilft die Technik des aktiven Zuhörens. Denn jeder möchte verstanden werden!
  4. Stopp sagen: Wenn Sie sich lange Monologe anhören müssen wird das schnell langweilig. Haben Sie den Mut und sagen Sie ihrem Gegenüber, wenn dieser Sie zutextet. Unterbrechen Sie ihn und machen Sie höflich klar, dass Sie jetzt etwas beisteuern möchten.
  5. Unterbrechungen: Viele Menschen unterbrechen einen im Redefluss, sodass Sie aus Ihrem Konzept kommen. Sagen Sie in dem Moment zwar höflich, aber doch bestimmt, dass Sie ihren Satz beenden wollen. Erobern Sie das Wort zurück und lassen Sie sich nicht überrumpeln.
  6. Kurz fassen: Ein Gespräch lebt von der Abwechselung. Erst redet der eine, dann der andere. Daher fassen Sie sich kurz und verfallen Sie nicht in die Plauderei.
  7. Fragen stellen: Wenn etwas unklar ist, stellen Sie Fragen. Nur dann können Sie den Gegenüber verstehen. Fragen sind nicht ein Zeichen von Unwissenheit, sondern von Interesse. Lassen Sie sich dabei nicht von Aussagen wie: „Das weiß doch jeder!” einschüchtern. Denn wenn Sie Interesse zeigen, freut sich gewöhnlich auch Ihr Gesprächspartner. So halten Sie das Gespräch am laufen.
  8. Sprache: Verwenden Sie eine klare und anschauliche Sprache. Indem Sie bildhaft sprechen, werden Sie von vielen besser verstanden. Mit Beispielen transportieren Sie Informationen effektiver und der Gegenüber ist interessierter. Wenn sie lange Schachtelsätze formulieren, kommen viele in Gedanken nicht hinterher. Formulieren Sie kurze Sätze und sagen Sie klar und deutlich, was Sie wollen.

Haben Sie Fragen oder Anregungen zum Thema Gesprächsführung? Kontaktieren Sie mich!

Ein gutes Mitarbeitergespräch ist durch nichts zu ersetzen

27.10.2009

Das Mitarbeitergespräch sichert Ihren Unternehmenserfolg. Sie glauben das nicht? Es ist aber so. Das Mitarbeitergespräch dient im Unternehmen dazu, Unternehmensziele im Gespräch zu kommunizieren, darzulegen und gegebenenfalls zu korrigieren. Die Mitarbeiter müssen sich mit ihrem Unternehmen identifizieren können, um erfolgreich im Team arbeiten zu können und so das vorgegebene Ziel zu erreichen. Der Weg zum Ziel: Das Mitarbeitergespräch.

Mitarbeitergespräch vs. Meeting – Gibt es einen Unterschied?

Das Mitarbeitergespräch ist in der Regel nichts anderes als der deutsche Ausdruck für den englischen Begriff Meeting. Mitarbeitergespräche können regelmäßig stattfindende Veranstaltungen sein oder ein besonderes Thema zum Anlass haben. Besonders vor schwierigen Mitarbeitergesprächen ist es empfehlenswert, den geplanten Inhalt und seinen Verlauf vorab zu formulieren.

Jedes Mitarbeitergespräch braucht ein Ziel und sei es nur der wöchentliche Austausch über Neuigkeiten in Ihrem Unternehmen. Ziele könnten allerdings auch wichtige Veränderungen in der Unternehmensstruktur oder im Ablauf sein. Oder natürlich jedes anderes Thema. Die Frage, die sich der Gesprächsleiter vor dem Mitarbeitergespräch stellen sollte, ist die Überlegung, welche Informationen die Mitarbeiter erfahren oder verstehen sollen und welche Veränderungen sich daraus für ihn ergeben. Wichtig ist für den Abschluss des Mitarbeitergesprächs auch ein fest definiertes Ziel.

Im Mitarbeitergespräch Meinungen und Informationen austauschen

Ein Mitarbeitergespräch benötigt in der Regel einen Gesprächsleiter. Doch nicht jeder Mitarbeiter ist von sich aus in der Lage, die Gesprächsleitung zu übernehmen. Gute Rhetorik Seminare helfen Ihnen, Ihre Soft-Skills und Fähigkeiten als Moderator auszubauen und mit mehr Selbstvertrauen in Gruppendiskussion und Mitarbeitergespräche zu gehen. Wie Sie ein Mitarbeitergespräch am besten führen können, lernen Sie unseren Seminaren und Workshops. Wir freuen uns auf Ihren Anruf.

Gesprächsführung leicht gemacht – Teil 1

22.10.2009

Wie können Sie die Gesprächsführung und den Gesprächsverlauf beeinflussen? Ob im Alltag oder im Berufsleben, Sie befinden sich andauernd im Gespräch mit anderen Menschen. Manchmal sind wir mit dem Ausgang eines Gesprächs zufrieden, ein anderes Mal total unglücklich!

Woran das liegt? In dem positiv gelaufenen Gespräch wurden unsere Anforderungen erfüllt und unsere Ziele erreicht. In dem negativen nicht.

Gesprächsführung – was Sie beachten müssen

Für eine gute Gesprächsführung ist entscheidend, dass verbale und nonverbale Botschaften übereinstimmen. Denn letztendlich zählen nonverbale Signale mehr, als die verbalen. Wenn die Gestik und Mimik nicht mit dem Gesagten übereinstimmt, kann das Gespräch schnell beendet sein!

Um Ihr Gegenüber zu verstehen, ist es besonders wichtig, dass Sie sich aktiv am Gespräch beteiligen. Hören Sie aufmerksam zu! Zwischendurch ein Nicken oder ein „Hmm” geben dem Gesprächspartner das Gefühl, dass Sie ihm zuhören. Fragen Sie offen, wenn Sie etwas nicht nachvollziehen können. Denken Sie ab und an darüber nach: Wie fühlt sich mein Gegenüber? Kann ich zusammenfassen, was der Gesprächspartner gesagt hat?

Mögliche Probleme in der Gesprächsführung

Schief gehen kann bei der Gesprächsführung einiges! Hier möchte ich nun Probleme und mögliche  Lösungen präsentieren.

  • Was tun, wenn Ihr Gegenüber ewig lange Monologe von sich gibt und dabei nicht bedenkt, dass Sie auch etwas sagen möchten?
  • Was tun, wenn Sie beim Sprechen andauernd unterbrochen werden?
  • Was tun, wenn Sie und Ihr Gesprächspartner einfach aneinander vorbei reden und Sie sich einfach nicht verstehen?
  • Was tun, wenn das Gespräch ausufert und nicht die von Ihnen gewünschten Bahnen einnimmt?
  • Was tun, wenn das Gespräch in Anschuldigungen und Streit endet?

Lösungen und hilfreiche Tipps zum Thema Gesprächsführung finden Sie im zweiten Teil!

Ein Meeting muss nicht lang und langweilig sein

28.09.2009

Der eine schläft, der andere kippelt mit dem Stuhl und wieder ein anderer löst entspannt ein Sudoku-Rätsel. Nein, wir befinden uns nicht in einer Schulklasse, sondern in einem Business-Meeting. Allgemein gelten diese eher als Zeitverschwendung und als notwendiges Übel. Jeder versucht auf seine Art, die Zeit möglichst schnell totzuschlagen.

Denn: Meetings sind zu lang, zu langweilig, zu einseitig und zu chaotisch!

Mögliche Hürden für erfolgreiche Meetings:

Ziel und Thema sind nicht definiert: Es muss von Anfang an klar sein, zu welchem Zweck ein Meeting durchgeführt wird. Er muss allen bekannt sein, die an einem Meeting teilnehmen. So können sich alle vorbereiten und sich eine Meinung bilden.

  • Zeit: Meetings sind oft zu lang!

Lösung: Ablauf und Dauer müssen genau geregelt sein. Meetings sollten sich nicht unnötig lange hinziehen. Zwischen kleinen täglichen und wöchentlichen oder monatlichen Treffen muss unterschieden werden.

  • Der Einstieg misslingt: Der Anfang entscheidet. Wenn direkt am Anfang das Interesse geweckt wird, sinkt die Gefahr, dass sich Mitarbeiter abwenden. Wer langweilig anfängt, hat keine Chance.

Lösung: Den Teilnehmern einen Überblick über den Ablauf des Meetings verschaffen mit Hilfe einer PowerPoint Präsentation.

  • Wer redet? Entweder redet einer, alle oder keiner. Wenn der Chef ununterbrochen redet und sein Skript oder seine Präsentation einfach runterliest, ist das ermüdend. Spontanität und Abwechslung sind gefragt. Wenn alle etwas zu sagen haben, ist das Chaos nicht weit. Unterbrechungen und Durcheinanderreden verhindern jede zielgerichtete Kommunikation. Es kann jedoch auch sein, dass Mitarbeiter eingeschüchtert sind und sich nicht trauen, etwas zu sagen.

Lösung: Präsentationen mit einem Sprecher und Diskussionen sollten sich abwechseln.

  • Fehlende Zusammenarbeit: Nur selten wird wirklich effektiv zusammengearbeitet. Oft gibt es von Anfang an Personen, die sich gegenseitig blockieren und vielleicht sogar streiten. Differenzen müssen schnell geklärt werden!

Lösung: Teamcoachings, in denen Probleme diskutiert und geklärt werden.

  • Nicht nur reden, sondern handeln: Viel Geschwafel und zu viele Diskussionen verhindern, dass Themen geklärt und auch umgesetzt werden. Daher sollte jemand eingreifen, wenn von den geplanten Themen abgeschweift wird.

Lösung: Eine Liste machen, auf der anstehende Gesprächspunkte aufgeführt sind. Diese sollten bis zum nächsten Treffen abgearbeitet werden.Wenn die erledigt sind müssen diese als bearbeitet gekennzeichnet werden.

Rhetorik Training – Schritt 5 Die goldenen Regeln

08.08.2009

Wer wünscht sich das nicht – Ein Versprechen erfolgreich zu sein – wenn man sich nur an ein paar Regeln hält.

Die Rhetorik zeigt es.

Regel Nr. 1

Beschränken Sie sich auf das Wesentliche – Winston Churchill hat gesagt: “Wenn ich nur zehn Minuten sprechen darf, so brauche ich eine Woche zur Vorbereitung. Steht mir eine Stunde zur Verfügung, so brauche ich zwei Tage. Habe ich aber unbegrenzt Redezeit, so kann ich sofort mit dem Sprechen beginnen.”

Regel Nr. 2

Die Rede ist keine Schreibe – “Man muss die Gesichter der Zuhörer beobachtet haben, wenn ein vermeintlicher Redner das Podium besteigt und zunächst ein schweres Manuskript auf das Pult legt. Man darf sicher sein, dass die Mehrheit der Zuhörer nicht auf die Rede hört, sonder betrübt verfolgt, wie langsam sich das Verhältnis der vorgelesenen zu den noch nicht vorgelesenen Seiten wandelt.” -

Emil Dovifat; Publizist

Regel Nr. 3

Zeigen Sie Ihre humoristische Seite – Humor entspannt

Regel Nr. 4

Sie sind als Redner zwar der “Chef” – aber ist Ihnen nicht auch ein Chef mit Herz symphatischer – Zeigen Sie menschliche Wärme

Regel Nr. 5

Stiften Sie Nutzen

Regel Nr. 6

Denken Sie immer an Ihr Redeziel

Rhetorik Training – Schritt 4 Die Aufbauvarianten

07.08.2009

Grundsätzlich gilt:

Wählen Sie einen Aufbau, der zu Ihnen und dem Thema passt.

Darüber hinaus sollten Sie in Ihrem Rhetorik-Training folgendes beachten:

  • Sprechen Sie das Wichtigste zuerst an, da die Aufmerksamkeit mit der Zeit absinkt
  • Beantworten Sie alles W-Fragen zu Ihrem Thema
  • Bedenken Sie im Aufbau, dass Sie die Herzen der Zuhörer gewinnen müssen
  • Behalten Sie Ihr Redeziel im Auge
  • Nutzen Sie viele Eingangskanäle bei der Auswahl der Medien und der Visualisierungsmöglichkeiten
  • Verknüpfen Sie vorherige Fakten
  • Verknüpfen Sie mit der Realität
  • Wiederholen Sie neue Informationen

Rhetorik Training – der Redeaufbau

Ich möchte Ihnen hier eine kleine Auswahl an Möglichkeiten für Ihr Rhetorik Training aufzeigen. Damit Sie die volle Wirkung erreichen beachten Sie, welcher Redetyp Sie sind und welches Ziel erreicht werden soll. Die Aufbauvarianten eignen sich konsequent für eine Überzeugungsrede.

  1. Die Analyseform
    • Sie beginnen mit der Information über die Fakten, die Ausgangssituation, den momentanen Stand der Dinge
      Es geht um das – IST
    • Sie schließen an, mit Überlegungen zu den Punkten – Wohin soll es gehen?, Was ist das Ziel?, Was ist die Zukunft?
      Es geht um das – SOLL
    • Den Schluss liefert die Schilderung der Vorgehensweise, der Lösungen – Wie packen wir es an!
      Es geht um den – WEG
  2. Die IDEAL – Form
    • I – Wecken Sie das Interesse, schaffen Sie Wohlwollen – Interesse
    • D – Stellen Sie das Thema dar, präsentieren Sie die Situation, unterbreiten Sie Vorschläge – Darstellung
    • E – Erläutern, Präzisieren, untermauern Sie Ihre Aussagen – Erläuterung
    • A – liefern Sie Praxisbeispiele, Aha-Erlebnisse und anschauliche Darstellungen – Anschauung
    • L – der Schluss sollte logisch sein, formulieren Sie eine Handlungsaufforderung, sagen Sie was zu tun ist – Logik
  3. Die Überzeugungsformel
    • Sie wählen den Einstieg über die Darstellung einer Meinung, einer Behauptung oder eines Standpunktes – These
    • Sie treten die Beweisführung an – Argumente
    • Sie konkretisieren und bekräftigen das Gesagte – Beispiele
    • Zeigen Sie nun Konsequenzen auf und fordern Sie Handlungen – Zusammenfassung

Ich wünsche Ihnen viel Spass und Erfolg bei Ihrem Rhetorik Training.

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