Argumentieren Lernen

Unter Stress argumentieren

20.01.2010

Wenn wir von Stress sprechen, sollten wir immer zwischen Eustress und Distress unterscheiden. Das Argumentieren im Eustress ist auch nicht immer ganz leicht und bedarf häufig des Trainings und der Klarheit über den eigenen Standpunkt. Die persönliche Zielsetzung, sowie die Kenntnis über mögliche Nutzenformulierungen sind ebenso notwendig um erfolgreich zu kommunizieren. Eustress bedeutet immer eine positive Anspannung, die das Denken konstruktiv unterstützt.

Anders sieht das in der Distress-Phase aus. Hier kann die Panik die Oberhand gewinnen und mentale  Blockaden werden aufgebaut.

Grundlagen erfolgreicher Stressargumentation

  1. Die wichtigste Grundlage für eine erfolgreiche Argumentation unter Stress ist die Kenntnis über die Stärken, die Werte, die Charaktereigenschaften der eigenen Person – das heißt nichts anderes, als selbstbewusst aufzutreten.  Ich möchte Selbstbewusstsein definieren, als – sich seiner selbst bewusst sein – sich selbst zu kennen.
  2. Kennen Sie Ihre Ziele. Seien Sie vorbereitet im Hinblick darauf: Welche Gesprächspartner werden mir gegenüber sitzen? Wie wird die Situation zu beschreiben sein? Wie kann ich authentisch argumentieren?
  3. Auch bei einem sehr guten Kenntnisstand über den eigenen Charakter – informieren Sie sich über die grundlegenden Signale, die durch die Körpersprache gesendet werden und deren Interpretation. Typische Unsicherheitssignale können z.B. sein:
    • hochgezogene Schultern
    • unsteter, hektischer Blick
    • leises Sprechen
  4. Trainieren Sie mit unfairen Angriffen umzugehen. Lenken Sie die Energie des Angreifers stets auf die Sache zurück. Lassen Sie niemals den Grad der Unfairness, die Lautstärke und die emotionale Stimmung vom anderen aufdrängen.
  5. Bedienen Sie sich in Ihrer Darstellung des Fünf-Satzes.
    Das sorgt für Klarheit und Präzision – und damit für Ausstrahlung.

Ein Rat zum Schluss: Seien Sie sich in jeder Situation darüber im Klaren:

  • Wer bin ich
  • Was sind meine Stärken
  • Was will ich

Viele Grüße,
Ihre Wiltraud Natzke

Toll, dass Sie hier sind und herzlich Willkommen bei
Argumentieren lernen! – eine Leistung von jobperform®!

Kostenfaktor Konflikt

12.01.2010

Ich möchte in diesen betrieblichen Kostenfaktor mit einer Definition für einen sozialen Konflikt (gem. Rüttinger) zur gegenseitigen Abhängigkeit einsteigen:

Die Konfliktparteien sind für die Konfliktlösung voneinander abhängig, das heißt, dass Verhalten und die Zielerreichung der einen Partei hat Konsequenzen für die Durchführung des Handlungsplanes und die Zielerreichung der anderen Partei.

Hier sind Reibungsverluste vorprogrammiert. Die Parteien blockieren nicht selten vollends. Die Möglichkeit, sich sinnvoll auseinander zu setzen stirbt jäh.

Die Kosten steigen durch Informationsverluste und Unproduktivität in der Arbeit.

Aber warum ist das eigentlich so?

Konfliktursache

Neben vielen Ursachen, besteht eine Möglichkeit darin, dass eine oder ggf. beide Parteien nicht dazu in der Lage sind, die eigenen Zielvorstellungen und die daraus resultierenden Handlungspläne klar und verständlich darzustellen.
Eine Zielformulierung nach S-M-A-R-T

S = spezifisch = was genau will ich erreichen

M = messbar = wie kann ich den Erfolg oder die Zielerreichung messen

A = attraktiv = freue ich mich auf die Herangehensweise und die Zielerreichung

R = resultatorientiert; realistisch = ist meine Vorstellung durchführbar vor einem zeitlichen, finanziellen etc. Hintergrund

T = terminiert = wann will ich das Ziel erreicht haben

ist in diesem Fall eine Hilfestellung, die eigenen Vorstellungen zu konkretisieren und auf Umsetzbarkeit hin zu überprüfen.

Argumentation im Konflikt

Die konkrete Nennung der eigenen Ziele und Vorstellungen, incl. der Herangehensweise ist der Grundstein in der Zusammenarbeit. Eine fruchtbare Kooperation kann jedoch nur dann entstehen, wenn die Parteien von den Zielen des anderen überzeugt sind. Überzeugung wiederum wird nur durch Verstehen erreicht. Verstehen nur durch Argumentation.

Benennen Sie also das Warum Ihrer Ziele und Handlungen.
Schaffen Sie einen Nutzen für Ihr Gegenüber.

Bekämpfen Sie Reibungsverluste. Kommunizieren Sie im Bewusstsein der Kosten.

Ich wünsche Ihnen eine sinnvolle Kommunikation, denn sich-auseinander-setzen heißt zusammen-arbeiten.

Viele Grüße,
Ihre Wiltraud Natzke

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Ich-Botschaften

12.11.2009

„Als ich gemerkt habe, wie Sie über mich gesprochen haben, war ich sehr enttäuscht“. Dieser Satz ist eine Selbstoffenbahrung und verdeutlicht die Meinung und die Gefühle dessen, der sie ausspricht. In Konversationen und im Büroalltag sind aber häufig nur Du-Botschaften zu finden. „Könntest du das Fenster schließen? Könnten Sie mich ausreden lassen?“ Ich bin mir sicher, Sie kennen noch viele weitere Beispiele. Doch eigentlich verstecken sich hinter diesen Du-Botschaften Befehle, die Sie nicht direkt aussprechen und die häufig zu Konflikten führen. Hinter „Könntest du das Fenster schließen“ steht somit die Aufforderung „Mach das Fenster zu.“ Da viele Menschen sich durch eine solche Nachricht angegriffen fühlen, wirkt sich das auch negativ auf das Betriebsklima aus.

Eine Ich-Botschaft besteht aus drei Teilen. Zuerst wird das auslösende Verhalten beschrieben, ohne es zu bewerten. Sagen Sie in der Ich-Form, welche Gefühle das Verhalten bei Ihnen hervorgerufen hat und nennen Sie dann mögliche Konsequenzen. So kann eine mögliche Kritik besser angenommen werden, da Sie sich auf Augenhöhe begegnen.

Aber Vorsicht: Nicht jeder Satz, der mit „Ich“ beginnt, ist eine Ich-Botschaft und nicht jede Kritik kann durch ein „Ich habe mich aber so gefühlt“ relativiert werden!

  • Passen Sie auf, dass Sie keine Vorwürfe oder Beschuldigungen als Ich-Botschaften ausgeben und damit andere verletzen. Sagen Sie nicht: „Das ist doch Unsinn“, sondern eher „Ich erkenne den Sinn nicht“. Ich-Botschaften sind eine Methode der Deeskalation, wenn der Sprecher sich Schwächen eingestehen kann und der Empfänger einlenkt.
  • Kommunizieren Sie nicht nur Negatives. Sagen Sie zwischendurch auch, was Ihnen gut gefällt. Damit bringen Sie Abwechslung in die Ich-Botschaften.
  • Vermeiden Sie Worte wie: immer, bisschen oder manchmal. Mit immer würden Sie den Sachverhalt übertreiben und Ihr Gegenüber angreifen. Sagen Sie dagegen in Ihren Ich-Botschaften andauernd: „Es ist ein bisschen schlecht“ oder „Manchmal bin ich damit nicht einverstanden“, machen Sie sich lächerlich. Denn diese abschwächenden Wörter lassen sie unsicher wirken, als würden Sie nicht zu Ihrer Meinung stehen.
  • Nutzen Sie nicht zu viele Ich-Botschaften, sonst halten Sie viele für egoistisch, wenn Sie nur kommunizieren, wie Sie sich fühlen.

Egoismus im Geschäftsleben

02.11.2009

Der Fehler Nummer 1 im Geschäftsleben ist eindeutig Egoismus. Denn wer sich wie das künstliche Gebilde der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre – der Homo Oeconomicus – verhält, dem fällt der Erfolg nicht gerade in den Schoß. Denn wer nur eigennützig und rational handelt, der erntet Missgunst von den Kollegen. Viele Unternehmer folgen noch diesem alten Prinzip und versuchen als eine Art Alleinherrscher, das Unternehmen zu führen. Doch Egoismus schadet mehr, als dass er nutzt. Denn die Menschen geben nicht nur auf sich selber Acht, sondern handeln nach persönlichem Belieben. Das Ziel besteht heute nicht mehr nur darin, Wohlstand zu schaffen und zu vermehren, sondern auch einen fairen Umgang mit Mitarbeitern zu schaffen.

An die Stelle des Homo Oeconomicus tritt ein Mensch, der Fairness und Gerechtigkeit höher bewertet als die schlichte Maximierung des Eigennutzes – und dies auch von seinem Gegenüber verlangt. Menschen werden viel mehr von ihren Emotionen gesteuert, als bisher angenommen. Daher stoßen egoistische Menschen im Geschäftsleben auch oft auf Kritik. Denn den Stress, den Egoismus auslöst, kann keiner ohne weiteres – auf längere Zeiträume betrachtet – aushalten. Stress ist die Hauptursache für Herzerkrankungen in westlichen Ländern.

Ein überraschender Versuch

Armin Falk führte gemeinsam mit Psychologen, Genetikern und Neurowissenschaftlern Feld- und Laborexperimente durch, die das Bild des sozialignoranten Egoisten in Frage stellen. An seine Stelle tritt ein Mensch, der Fairness und Gerechtigkeit höher bewertet als die schlichte Maximierung des Eigennutzes – und dies auch von seinem Gegenüber verlangt.

Der Bonner zeigt mit einem einfachen Rollenspiel, dass die Traditionalisten, die unterstellen, dass Engagement sich erzwingen lässt, wenn man den Mitarbeiter streng kontrolliert, scheitern. Dabei wurden zwei Vergleichsgruppen mit Chefs und Mitarbeitern eingesetzt. In der ersten legte der Chef einen Lohn fest und überließ es den Mitarbeitern, wie viel sie dafür arbeiten. In der zweiten Gruppe war die Entlohnung an detaillierte Arbeitsvorgaben und Anwesenheitsbestimmungen geknüpft. Am Ende war das Leistungsniveau höher, wenn die Mitarbeiter nicht eingeschränkt wurden. Danach befragt, gaben die Mitarbeiter an, dass sie die Einschränkung als Misstrauen deuteten und darauf mit Leistungszurückhaltung reagierten.

Haben Sie Erfahrungen mit egoistischen Chefs oder Mitarbeitern? Kommentieren Sie diesen Artikel und lassen Sie es mich wissen.

Gesprächsführung leicht gemacht – Teil 2

30.10.2009

Was in der Gesprächsführung daneben gehen kann, haben wir im ersten Blogeintrag zum Thema Gesprächsführung gesehen. Nun möchte ich Ihnen Lösungsansätze präsentieren, damit das nächste private oder auch Mitarbeitergespräch nach Ihren Wünschen verläuft.

Tipps für eine gute Gesprächsführung

  1. Vorbereitung: Informieren Sie sich schon vorher und fragen Sie sich vor dem Gespräch: Was will ich erreichen, was möchte ich wissen und was bewirken? Erst dann können Sie das Gespräch zielgerichtet beeinflussen.
  2. Die richtige Einstellung: Wenn Sie Ihren Gesprächspartner von Anfang an als Gegner oder Feind sehen, stehen die Chancen für ein gut laufendes Gespräch sehr schlecht. Die Einstellung wird wird vom Gegenüber schnell erkannt, daher achten Sie darauf, den Partner gleichberechtigt zu sehen.
  3. Verstehen: Denken Sie sich in den Standpunkt oder die Lage des Gegenübers hinein und versuchen sie von da aus seine Argumentation nachzuvollziehen. Wenn Sie das tun, können Sie selber bessere Argumente finden, um Ihren Standpunkt zu verdeutlichen. Hier hilft die Technik des aktiven Zuhörens. Denn jeder möchte verstanden werden!
  4. Stopp sagen: Wenn Sie sich lange Monologe anhören müssen wird das schnell langweilig. Haben Sie den Mut und sagen Sie ihrem Gegenüber, wenn dieser Sie zutextet. Unterbrechen Sie ihn und machen Sie höflich klar, dass Sie jetzt etwas beisteuern möchten.
  5. Unterbrechungen: Viele Menschen unterbrechen einen im Redefluss, sodass Sie aus Ihrem Konzept kommen. Sagen Sie in dem Moment zwar höflich, aber doch bestimmt, dass Sie ihren Satz beenden wollen. Erobern Sie das Wort zurück und lassen Sie sich nicht überrumpeln.
  6. Kurz fassen: Ein Gespräch lebt von der Abwechselung. Erst redet der eine, dann der andere. Daher fassen Sie sich kurz und verfallen Sie nicht in die Plauderei.
  7. Fragen stellen: Wenn etwas unklar ist, stellen Sie Fragen. Nur dann können Sie den Gegenüber verstehen. Fragen sind nicht ein Zeichen von Unwissenheit, sondern von Interesse. Lassen Sie sich dabei nicht von Aussagen wie: „Das weiß doch jeder!” einschüchtern. Denn wenn Sie Interesse zeigen, freut sich gewöhnlich auch Ihr Gesprächspartner. So halten Sie das Gespräch am laufen.
  8. Sprache: Verwenden Sie eine klare und anschauliche Sprache. Indem Sie bildhaft sprechen, werden Sie von vielen besser verstanden. Mit Beispielen transportieren Sie Informationen effektiver und der Gegenüber ist interessierter. Wenn sie lange Schachtelsätze formulieren, kommen viele in Gedanken nicht hinterher. Formulieren Sie kurze Sätze und sagen Sie klar und deutlich, was Sie wollen.

Haben Sie Fragen oder Anregungen zum Thema Gesprächsführung? Kontaktieren Sie mich!

Ein gutes Mitarbeitergespräch ist durch nichts zu ersetzen

27.10.2009

Das Mitarbeitergespräch sichert Ihren Unternehmenserfolg. Sie glauben das nicht? Es ist aber so. Das Mitarbeitergespräch dient im Unternehmen dazu, Unternehmensziele im Gespräch zu kommunizieren, darzulegen und gegebenenfalls zu korrigieren. Die Mitarbeiter müssen sich mit ihrem Unternehmen identifizieren können, um erfolgreich im Team arbeiten zu können und so das vorgegebene Ziel zu erreichen. Der Weg zum Ziel: Das Mitarbeitergespräch.

Mitarbeitergespräch vs. Meeting – Gibt es einen Unterschied?

Das Mitarbeitergespräch ist in der Regel nichts anderes als der deutsche Ausdruck für den englischen Begriff Meeting. Mitarbeitergespräche können regelmäßig stattfindende Veranstaltungen sein oder ein besonderes Thema zum Anlass haben. Besonders vor schwierigen Mitarbeitergesprächen ist es empfehlenswert, den geplanten Inhalt und seinen Verlauf vorab zu formulieren.

Jedes Mitarbeitergespräch braucht ein Ziel und sei es nur der wöchentliche Austausch über Neuigkeiten in Ihrem Unternehmen. Ziele könnten allerdings auch wichtige Veränderungen in der Unternehmensstruktur oder im Ablauf sein. Oder natürlich jedes anderes Thema. Die Frage, die sich der Gesprächsleiter vor dem Mitarbeitergespräch stellen sollte, ist die Überlegung, welche Informationen die Mitarbeiter erfahren oder verstehen sollen und welche Veränderungen sich daraus für ihn ergeben. Wichtig ist für den Abschluss des Mitarbeitergesprächs auch ein fest definiertes Ziel.

Im Mitarbeitergespräch Meinungen und Informationen austauschen

Ein Mitarbeitergespräch benötigt in der Regel einen Gesprächsleiter. Doch nicht jeder Mitarbeiter ist von sich aus in der Lage, die Gesprächsleitung zu übernehmen. Gute Rhetorik Seminare helfen Ihnen, Ihre Soft-Skills und Fähigkeiten als Moderator auszubauen und mit mehr Selbstvertrauen in Gruppendiskussion und Mitarbeitergespräche zu gehen. Wie Sie ein Mitarbeitergespräch am besten führen können, lernen Sie unseren Seminaren und Workshops. Wir freuen uns auf Ihren Anruf.

Gesprächsführung leicht gemacht – Teil 1

22.10.2009

Wie können Sie die Gesprächsführung und den Gesprächsverlauf beeinflussen? Ob im Alltag oder im Berufsleben, Sie befinden sich andauernd im Gespräch mit anderen Menschen. Manchmal sind wir mit dem Ausgang eines Gesprächs zufrieden, ein anderes Mal total unglücklich!

Woran das liegt? In dem positiv gelaufenen Gespräch wurden unsere Anforderungen erfüllt und unsere Ziele erreicht. In dem negativen nicht.

Gesprächsführung – was Sie beachten müssen

Für eine gute Gesprächsführung ist entscheidend, dass verbale und nonverbale Botschaften übereinstimmen. Denn letztendlich zählen nonverbale Signale mehr, als die verbalen. Wenn die Gestik und Mimik nicht mit dem Gesagten übereinstimmt, kann das Gespräch schnell beendet sein!

Um Ihr Gegenüber zu verstehen, ist es besonders wichtig, dass Sie sich aktiv am Gespräch beteiligen. Hören Sie aufmerksam zu! Zwischendurch ein Nicken oder ein „Hmm” geben dem Gesprächspartner das Gefühl, dass Sie ihm zuhören. Fragen Sie offen, wenn Sie etwas nicht nachvollziehen können. Denken Sie ab und an darüber nach: Wie fühlt sich mein Gegenüber? Kann ich zusammenfassen, was der Gesprächspartner gesagt hat?

Mögliche Probleme in der Gesprächsführung

Schief gehen kann bei der Gesprächsführung einiges! Hier möchte ich nun Probleme und mögliche  Lösungen präsentieren.

  • Was tun, wenn Ihr Gegenüber ewig lange Monologe von sich gibt und dabei nicht bedenkt, dass Sie auch etwas sagen möchten?
  • Was tun, wenn Sie beim Sprechen andauernd unterbrochen werden?
  • Was tun, wenn Sie und Ihr Gesprächspartner einfach aneinander vorbei reden und Sie sich einfach nicht verstehen?
  • Was tun, wenn das Gespräch ausufert und nicht die von Ihnen gewünschten Bahnen einnimmt?
  • Was tun, wenn das Gespräch in Anschuldigungen und Streit endet?

Lösungen und hilfreiche Tipps zum Thema Gesprächsführung finden Sie im zweiten Teil!

Wie Sie Konfliktgespräche sinnvoll klären

17.10.2009

Konfliktgespräche gibt es in jedem Unternehmen. Ein Mitarbeiter ist nicht zufrieden mit seiner Arbeit oder anderen Kollegen. Eine Mitarbeiterin fällt durch ihre unfreundliche Art gegenüber Mitarbeitern und Kunden auf. Arbeitsweisen, Umgangsformen und ähnliches Verhalten stoßen bei den Vorgesetzten auf wenig Gegenliebe. Dann ist die Zeit für wirkungsvolle Konfliktgespräche gekommen.

Konfliktgespräche müssen gut vorbereitet sein

Konfliktgespräche verlieren ihre Wirkung, wenn die Beteiligten sich nicht ausreichend auf das Gespräch vorbereiten. Hauptziel muss und kann es nur sein, die Leistungen und Verhaltensweise Ihres Mitarbeiters zu verbessern und ihn nicht mit einem Haufen von Vorwürfen zu überschütten. Gehen Sie nicht davon aus, dass Ihr Mitarbeiter sofort einsichtig ist und die Probleme erkennt.

Konfliktgespräche sind keine einfachen Dialoge, bei denen sich beide Seiten auf Anhieb einig sind. Wichtig bei der Führung eines solchen Gespräches ist das Fokussieren auf ein Thema, zum Beispiel die Unfreundlichkeit der Mitarbeiterin gegenüber Kollegen und Kunden.

Am einfachsten ist es, wenn Sie bei Konfliktgesprächen nicht um den heißen Brei herumreden, sondern sofort zur Sache kommen. „Ich möchte gerne mit Ihnen über Ihre Art und Weise im Umgang mit Kunden sprechen” ist für die hier beispielgebende Situation ein idealer Einstieg. Konkretisieren Sie Ihre Kritik und beschreiben Sie Situationen, die Sie selbst mitbekommen haben.

Konfliktgespräche meistern und Eskalationen vermeiden

Konfliktgespräche werden aus dem einen Grund geführt, um einen Konflikt anzusprechen und nachhaltig zu klären. Dafür ist es ungemein wichtig, dass Sie im Gespräch sachlich bleiben und keine Emotionen hochgekocht werden. Setzen Sie niemals Ihre Position ein, um den Konflikt zu beenden und vermeiden Sie willkürliche Entscheidungen. Nur wenn Sie konkret das Problem angehen und sich auf Ihre Konfliktpartner einlassen, können Konflikte nachhaltig gemeistert werden. Zum Abschluss des Konfliktgespräches fassen Sie die Ergebnisse noch einmal zusammen und beenden Sie das Gespräch mit einem verbindlichen Ende, wie zum Beispiel einem Händeschütteln. Über Konfliktgespräche (/kontakt) informieren wir Sie auch sehr gerne in einem persönlichen Gespräch. Wir freuen uns auf Ihren Anruf.

Ein Meeting muss nicht lang und langweilig sein

28.09.2009

Der eine schläft, der andere kippelt mit dem Stuhl und wieder ein anderer löst entspannt ein Sudoku-Rätsel. Nein, wir befinden uns nicht in einer Schulklasse, sondern in einem Business-Meeting. Allgemein gelten diese eher als Zeitverschwendung und als notwendiges Übel. Jeder versucht auf seine Art, die Zeit möglichst schnell totzuschlagen.

Denn: Meetings sind zu lang, zu langweilig, zu einseitig und zu chaotisch!

Mögliche Hürden für erfolgreiche Meetings:

Ziel und Thema sind nicht definiert: Es muss von Anfang an klar sein, zu welchem Zweck ein Meeting durchgeführt wird. Er muss allen bekannt sein, die an einem Meeting teilnehmen. So können sich alle vorbereiten und sich eine Meinung bilden.

  • Zeit: Meetings sind oft zu lang!

Lösung: Ablauf und Dauer müssen genau geregelt sein. Meetings sollten sich nicht unnötig lange hinziehen. Zwischen kleinen täglichen und wöchentlichen oder monatlichen Treffen muss unterschieden werden.

  • Der Einstieg misslingt: Der Anfang entscheidet. Wenn direkt am Anfang das Interesse geweckt wird, sinkt die Gefahr, dass sich Mitarbeiter abwenden. Wer langweilig anfängt, hat keine Chance.

Lösung: Den Teilnehmern einen Überblick über den Ablauf des Meetings verschaffen mit Hilfe einer PowerPoint Präsentation.

  • Wer redet? Entweder redet einer, alle oder keiner. Wenn der Chef ununterbrochen redet und sein Skript oder seine Präsentation einfach runterliest, ist das ermüdend. Spontanität und Abwechslung sind gefragt. Wenn alle etwas zu sagen haben, ist das Chaos nicht weit. Unterbrechungen und Durcheinanderreden verhindern jede zielgerichtete Kommunikation. Es kann jedoch auch sein, dass Mitarbeiter eingeschüchtert sind und sich nicht trauen, etwas zu sagen.

Lösung: Präsentationen mit einem Sprecher und Diskussionen sollten sich abwechseln.

  • Fehlende Zusammenarbeit: Nur selten wird wirklich effektiv zusammengearbeitet. Oft gibt es von Anfang an Personen, die sich gegenseitig blockieren und vielleicht sogar streiten. Differenzen müssen schnell geklärt werden!

Lösung: Teamcoachings, in denen Probleme diskutiert und geklärt werden.

  • Nicht nur reden, sondern handeln: Viel Geschwafel und zu viele Diskussionen verhindern, dass Themen geklärt und auch umgesetzt werden. Daher sollte jemand eingreifen, wenn von den geplanten Themen abgeschweift wird.

Lösung: Eine Liste machen, auf der anstehende Gesprächspunkte aufgeführt sind. Diese sollten bis zum nächsten Treffen abgearbeitet werden.Wenn die erledigt sind müssen diese als bearbeitet gekennzeichnet werden.

Wie argumentiere ich unter Stress?

09.09.2009

In einer perfekten Welt wäre alles rechtzeitig fertig. Stress? Was ist das?
Es gäbe keinen Streit und jeder würde sachlich, einer nach dem anderen, sprechen und niemand würde ausfallend reagieren. Ein Streit könnte gar nicht entstehen. Denn alle erörtern ihre Ansichten und suchen gemeinsam nach der optimalen Lösung.
Doch leider leben wir in der realen Welt – und in der gilt es, sich durchzusetzen!

Unfaire, aggressive und boshafte Angriffe sind bei vielen an der Tagesordnung. Wenn Sie unvorbereitet in solch eine Situation gelangen, mag es sein, dass Sie impulsiv reagieren und etwas sagen, was Sie später bereuen. Greifen Sie nicht auf „primitive“ Verhaltensweisen zurück! Ob verbaler oder nonverbaler Angriff, geraten Sie nicht gleich unter Stress! Bleiben Sie ruhig und denken Sie nach. Sie sind im Vorteil! Denn Angreifer versuchen oft nur, mangelnde Kenntnis zu überspielen.

Wie wehre ich Angriffe ab?

Argumentieren Sie:

  • Souverän: Legen Sie sich vorher ruhig Argumente zurecht und sagen nicht impulsiv, was Ihnen in den Kopf kommt! Planen Sie das Gespräch.
  • Schlagfertig: So kann vielleicht nicht jeder von Anfang an argumentieren. Aber jeder kann es trainieren, z.B. in unserem Seminar !
  • Sachlich und knapp: Halten Sie Ihre Emotionen zurück. Versuchen Sie mit Fakten zu punkten. Beachten Sie, dass Sie nicht um den heißen Brei reden, sondern schnell und deutlich auf den Punkt kommen!

Gut geeignet, um den Umgang mit Gesprächen unter Stress zu lernen, sind Rollenspiele. Da jeder andere Dinge als stressig empfindet, muss eine persönliche Beratung stattfinden. Mit ein wenig Theorie und Training sind Sie gut gestärkt, wenn Sie unter Stress argumentieren müssen!

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