Argumentieren Lernen

Erfolgreich im Business – nur die Harten kommen…

27.02.2010

Sicher kennen Sie die ermahnenden Worte im Meeting oder anderen Auseinandersetzungen:

“Bleiben Sie sachlich!”

Tatsächlich hält sich diese Forderung bzw. der Appell hartnäckig. Viele Führungskräfte wählen für Ihre Gespräche und Präsentationen diese Darstellung.

Fakten – Fakten – Fakten – bedeutet zu gewinnen. Tatsachen darzulegen heißt – wenig bis gar nicht angreifbar zu sein!

Jedoch – wie sieht denn so eine rein sachliche Kommunikation aus, ohne Gefühl, Interpretation und subjektiver Wahrnehmung?

Hier ein Beispiel:

A: Die Sonne scheint.

B: Ja. Die Sonne scheint.

A: Dann wird es warm.

STOPP – das ist schon eine Interpretation / Vermutung / subjektive Darstellung

Neuer Versuch:

A: Dann wird es hell.

STOPP – “hell” ist relativ

Sie sehen / lesen – eine, rein auf Fakten beruhende Unterhaltung wird nicht nur anstrengend, sie ist auch extrem nichtssagend.

Erfolgreich im Business – wo bleibt das Gefühl

Gefühle spielen in unserer Kommunikation – ihrer Kommunikation – eine zentrale Rolle. Haben Sie schon einmal versucht, Ihre Gefühle “zu Hause zu lassen”, wie den Hund oder den Hausteich mit hochwertigen Koys? Natürlich sind diese Lebewesen und Sachen sowieso in der Regel von uns irgendwie emotional belegt.

Dann erlauben wir uns folgende Frage:
Welche Gefühle können Sie ablegen und zu Hause lassen?

Unsere Tätigkeit zeigt uns immer wieder, Gefühle sind jederzeit präsent – in jeder Situation und Kommunikation . Was manchmal fehlt, sind Worte.

Dabei kann man unter Benennung der realen, echten Gefühle, mit dem richtigen Gefühlswort viel erreichen. Gefühle sind eingängig, oft nachvollziehbar und machen den Sprecher und seine Situation transparent.

Stellen Sie sich vor, Sie möchten etwas von einem anderen Menschen, was dieser normalerweise nicht tun würde.

Hier ein Beispiel:

Sie sind Betriebsleiter. Der Auftrag, für einen der wichtigsten Kunden Ihres Unternehmens kann nicht termingerecht ausgeliefert werden. Sie befürchten, dass aufgrund dessen der Kunde “abspringen” wird.

Sie sprechen den Kunden an, um eine Lösung herbei zu führen:

Ich befürchte den Auftrag nicht rechtzeitig ausliefern zu können.

Daraus folgt für mich ein Verlust der Glaubwürdigkeit. Ich fühle mich verantwortungslos.

Verhandeln Sie mit mir über einen neuen Liefertermin.

Vielleicht noch ein Beispiel für die “Raser”:

Sie sind zu schnell gefahren und werden von der Polizei angehalten.

Folgende Technik ist jetzt erfolgversprechend:

Ich befürchte nicht rechtzeitig zu meinem Termin zu kommen.

Daraus folgt für mich, dass ich möglicherweise meine Arbeit verliere. Ich fühle mich schuldig und gleichzeitig verantwortungsvoll gegenüber meiner Familie.

Bitte helfen Sie mir!

Erfolgreich im Business

Für Ihren Erfolg in der Kommunikation habe wir über 9.300 Gefühlswörter gesammelt, die Sie sich kostenfrei downloaden können.

Beachten Sie immer: Gefühle sind immer da. Gehen Sie ehrlich damit um. Im “Innen- und Außenverhältnis”.

Ich freue mich auf Ihre Kommentare und weitere Wörter. Mailen Sie mir Ihre Vorschläge: wjn@job-perform.com

Ihre Wiltraud Natzke

[der Mensch macht's!] – extrem im Business

Bewerten SIE den Blogbeitrag – dadurch kann ich IHRE Interessenschwerpunkte noch besser bedienen.

Argumentation und Motivation

04.02.2010

Immer wieder geht es in dem beruflichen Miteinander, speziell in der Führung darum, unsere Mitmenschen, den Mitarbeiter zu überzeugen - nicht zu überreden.

Natürlich können wir auf alternative Umgangsformen als Motivation zurückgreifen.

Beispiele hierfür sind:

  • Zwang
    z.B. durch emotionale oder finanzielle Erpressung (Kommunikationsschema – wenn-dann-sonst: Wenn du X nicht tust, dann werde ich mit Y reagieren).
    Resultat: Es existiert keine Freiwilligkeit, sondern Angst. Endet der Zwang, geht die Macht augenblicklich verloren.
  • Überreden
    z.B. durch Erregen von Mitleid, Begeisterung, Missionierung, …

    Kommunikationsschema – Der Prediger

    Hier liegt natürlich eindeutig der Vorteil in der Freiwilligkeit. Die Widerstandswahrscheinlichkeit ist eher gering – solange der Effekt anhält.

Argumentation und Motivation

Schauen wir uns das Beispiel eines Ruderwettkampfes an.

Wie könnte in diesem Fall die Motivation aussehen.

In Anlehnung an obige Ausführungen:

Wir zwingen ihn – Wenn du das nächste Rennen nicht gewinnst, dann kürzen wir dir das Gehalt – sicher unrealistisch, aber als Beispiel meine ich sehr gut tauglich.

Wir überreden ihn – und so könnte sich die “Überredungskunst” anhören.
“Wir sitzen alle in einem Boot. Wir alle bringen Opfer. Warum müssen wir alle Opfer bringen? Um Erfolg zu haben! Erfolg ist nicht nur eine Sache des Geldes! Erfolg bedeutet Anerkennung, Dazugehörigkeit, Stärke! Sie repräsentieren diese Stärke!…………….”

Argumentation und Motivation

Oben dargestellte Beispiele verdeutlichen, dass, um langfristig zu motivieren, es einer Überzeugung bedarf.

Überzeugung erreichen wir nur durch Argumentation.

Wie lassen sich jetzt gute Argumente und damit eine langfristig anhaltende Motivation für den Ruderer gestalten?

Folgende Vorüberlegungen müssen getroffen werden:

  1. Was ist Fakt?
  2. Welchen Nutzen kann ich dem Ruderer geben?
    Welche Persönlichkeitsmerkmale hat der Ruderer?
    Was ist dem Ruderer wichtig?
  3. Was ist mein Ziel?

Die Fragen 1. und 3. sind schnell beantwortet.

zu 1. Fakt ist, er ist der Ruderer mit acht Steuermännern.

zu 3. Wir wollen, dass das so bleibt.Wir wollen so eine hohe Motivation aufbauen, dass unsere Firma das Rennen gewinnt. (Anmerkung: Wir befassen uns nicht mit dem Thema Zielformulierungen, denn dann müssten wir diese Zielsetzung aufgrund der Nicht-Realisierbarkeit canceln)

Bleibt also der Punkt 2.

Um dem Ruderer einen Nutzen bieten zu können, benötigen wir Informationen über seine individuellen Präferenzen, seine Gewohnheiten und natürlich nicht zuletzt seine Charaktereigenschaften, seine Werte.

Ist es zum Beispiel ergeizig – baut sich die Argumentation auf der Befriedigung auf, ihm Status und Karriere anzubieten.

Ist er Familienmensch – bieten wir Freizeit, Familienvergünstigungen, Kindergartenplatz etc. an.

Diese Beispiele polarisieren. Bewusst, da sie im extrem verdeutlichen, dass Motivation immer, und langfristig nur bei Kenntnis der Individualität möglich ist.

Zum Schluss aber noch eine andere Frage:

Wie sieht es mit der Eigenverantwortung des Ruderers aus? Hat er nicht auch selbst die Aufgabe für seine Motivation zu sorgen? Wenn nicht er, wer dann?

Ein Synonym für Motivation ist – Handlungsbereitschaft.
Handlungsbereitschaft bedeutet – selbst aktiv werden!

Viele Grüße,
Ihre Wiltraud Natzke

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Kostenfaktor Konflikt

12.01.2010

Ich möchte in diesen betrieblichen Kostenfaktor mit einer Definition für einen sozialen Konflikt (gem. Rüttinger) zur gegenseitigen Abhängigkeit einsteigen:

Die Konfliktparteien sind für die Konfliktlösung voneinander abhängig, das heißt, dass Verhalten und die Zielerreichung der einen Partei hat Konsequenzen für die Durchführung des Handlungsplanes und die Zielerreichung der anderen Partei.

Hier sind Reibungsverluste vorprogrammiert. Die Parteien blockieren nicht selten vollends. Die Möglichkeit, sich sinnvoll auseinander zu setzen stirbt jäh.

Die Kosten steigen durch Informationsverluste und Unproduktivität in der Arbeit.

Aber warum ist das eigentlich so?

Konfliktursache

Neben vielen Ursachen, besteht eine Möglichkeit darin, dass eine oder ggf. beide Parteien nicht dazu in der Lage sind, die eigenen Zielvorstellungen und die daraus resultierenden Handlungspläne klar und verständlich darzustellen.
Eine Zielformulierung nach S-M-A-R-T

S = spezifisch = was genau will ich erreichen

M = messbar = wie kann ich den Erfolg oder die Zielerreichung messen

A = attraktiv = freue ich mich auf die Herangehensweise und die Zielerreichung

R = resultatorientiert; realistisch = ist meine Vorstellung durchführbar vor einem zeitlichen, finanziellen etc. Hintergrund

T = terminiert = wann will ich das Ziel erreicht haben

ist in diesem Fall eine Hilfestellung, die eigenen Vorstellungen zu konkretisieren und auf Umsetzbarkeit hin zu überprüfen.

Argumentation im Konflikt

Die konkrete Nennung der eigenen Ziele und Vorstellungen, incl. der Herangehensweise ist der Grundstein in der Zusammenarbeit. Eine fruchtbare Kooperation kann jedoch nur dann entstehen, wenn die Parteien von den Zielen des anderen überzeugt sind. Überzeugung wiederum wird nur durch Verstehen erreicht. Verstehen nur durch Argumentation.

Benennen Sie also das Warum Ihrer Ziele und Handlungen.
Schaffen Sie einen Nutzen für Ihr Gegenüber.

Bekämpfen Sie Reibungsverluste. Kommunizieren Sie im Bewusstsein der Kosten.

Ich wünsche Ihnen eine sinnvolle Kommunikation, denn sich-auseinander-setzen heißt zusammen-arbeiten.

Viele Grüße,
Ihre Wiltraud Natzke

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Amelie Mooseder verliert gegen Stefan Raab

21.12.2009

Am vergangenen Samstagabend verfolgte ich gespannt die letzte Ausgabe von Schlag den Raab für 2009. Und leider – die Überschrift verrät es schon – verlor die Kandidatin Amelie Mooseder gegen den verbissen kämpfenden Entertainer, leider. Wie schafft es Stefan Raab immer wieder die Kandidaten zu besiegen und den Jackpot zu behalten?

Amelie Mooseder kämpfte tapfer und kam immer wieder ran

Für Amelie Mooseder begann der Abend höchst erfolgreich. Die 24-jährige Medienmanagement-Studentin setzte sich als einzige Frau gegen vier andere Bewerber durch. Endlich mal wieder eine Frau, die gegen Stefan Raab antritt! Zum 20. Mal kämpfte ein vom Publikum aus gewählter Kandidat gegen den Entertainer. Doch ganz selten bisher konnte am Ende der Show der Herausforderer jubeln. Auch für Amelie Mooseder vom vergangenen Samstag blieb nur der zweite Platz. Nach nur 13 von 15 Spielen lag Stefan Raab uneinholbar vorne. Doch wie schafft Raab das immer wieder?

Stefan Raab hat einen unglaublich hohen Ehrgeiz. Er kämpft verbissen bis zur letzten Minute. Das Spiel mit dem Holz-Labyrinth zeigte es einmal mehr als deutlich. Statt mit Fingerspitzengefühl die Metallkugel durch das Holz-Labyrinth zu navigieren und vorsichtig die Löcher zum umschiffen, schlug der Musiker, Songwriter und Moderator auf das Spielgerät immer wieder ein. Über 2:50 Minuten brauchte Raab, bis die Kugel ihr Ziel erreicht hatte. Und Amelie Mooseder? Ihre Kugel war bereits nach rund 30 Sekunden im Ziel und das ganz ohne Nerven zu zeigen.

Raabs raffinierte und fiese Methoden verunsicherten Amelie Mooseder

Die Körpersprache des Titelverteidigers sprach bereits Bände. Doch Raab weiß nicht nur aus seinem Körper das Letzte heraus zu holen. Immer wieder verunsicherte der Moderator sein Gegenüber, fragt andauernd nach oder versucht durch unterbewusste Bemerkungen seinen Herausforderer einzuschüchtern. Ganz so sportlich ist das nicht. Am Ende konnte sich Amelie Mooseder dennoch freuen, denn sie durfte Robbie Williams, der seinen neuesten Hit vortrug, die Hand schütteln. Im neuen Jahr werde ich die Körpersprache und Gestik von Stefan Raab noch einmal genauer unter die Lupe nehmen. Körpersprache und Gestik sind aber nicht nur bei Schlag den Raab entscheidend, sondern auch einer Präsentation oder einer Gehaltsverhandlung.

Ich-Botschaften

12.11.2009

„Als ich gemerkt habe, wie Sie über mich gesprochen haben, war ich sehr enttäuscht“. Dieser Satz ist eine Selbstoffenbahrung und verdeutlicht die Meinung und die Gefühle dessen, der sie ausspricht. In Konversationen und im Büroalltag sind aber häufig nur Du-Botschaften zu finden. „Könntest du das Fenster schließen? Könnten Sie mich ausreden lassen?“ Ich bin mir sicher, Sie kennen noch viele weitere Beispiele. Doch eigentlich verstecken sich hinter diesen Du-Botschaften Befehle, die Sie nicht direkt aussprechen und die häufig zu Konflikten führen. Hinter „Könntest du das Fenster schließen“ steht somit die Aufforderung „Mach das Fenster zu.“ Da viele Menschen sich durch eine solche Nachricht angegriffen fühlen, wirkt sich das auch negativ auf das Betriebsklima aus.

Eine Ich-Botschaft besteht aus drei Teilen. Zuerst wird das auslösende Verhalten beschrieben, ohne es zu bewerten. Sagen Sie in der Ich-Form, welche Gefühle das Verhalten bei Ihnen hervorgerufen hat und nennen Sie dann mögliche Konsequenzen. So kann eine mögliche Kritik besser angenommen werden, da Sie sich auf Augenhöhe begegnen.

Aber Vorsicht: Nicht jeder Satz, der mit „Ich“ beginnt, ist eine Ich-Botschaft und nicht jede Kritik kann durch ein „Ich habe mich aber so gefühlt“ relativiert werden!

  • Passen Sie auf, dass Sie keine Vorwürfe oder Beschuldigungen als Ich-Botschaften ausgeben und damit andere verletzen. Sagen Sie nicht: „Das ist doch Unsinn“, sondern eher „Ich erkenne den Sinn nicht“. Ich-Botschaften sind eine Methode der Deeskalation, wenn der Sprecher sich Schwächen eingestehen kann und der Empfänger einlenkt.
  • Kommunizieren Sie nicht nur Negatives. Sagen Sie zwischendurch auch, was Ihnen gut gefällt. Damit bringen Sie Abwechslung in die Ich-Botschaften.
  • Vermeiden Sie Worte wie: immer, bisschen oder manchmal. Mit immer würden Sie den Sachverhalt übertreiben und Ihr Gegenüber angreifen. Sagen Sie dagegen in Ihren Ich-Botschaften andauernd: „Es ist ein bisschen schlecht“ oder „Manchmal bin ich damit nicht einverstanden“, machen Sie sich lächerlich. Denn diese abschwächenden Wörter lassen sie unsicher wirken, als würden Sie nicht zu Ihrer Meinung stehen.
  • Nutzen Sie nicht zu viele Ich-Botschaften, sonst halten Sie viele für egoistisch, wenn Sie nur kommunizieren, wie Sie sich fühlen.

Fragetechniken

05.11.2009

Das Ziel einer Frage ist es, eine Antwort zu erhalten. Ob in einem alltäglichen Gespräch, in einem Interview oder in einer Befragung, die gewünschte Antwort zu bekommen ist nicht immer einfach. Oft ist es sogar schwer, eine Frage überhaupt zu erkennen. Fehlende Betonung, Mimik oder Gestik können dazu führen, dass Fragen unbeantwortet bleiben. In schriftlicher Form ist das einfacher. Ein Fragewort und ein Fragezeichen am Ende des Satzes und es ist klar, dass es sich hier um eine Frage handelt. Um in Gesprächen eine Antwort zu bekommen, gibt es zwei primäre Techniken, die ich Ihnen hier vorstellen möchte. Die offene und die geschlossene Frage.

Offene Fragen

Auf offene Fragen gibt es viele Antworten. Sie beginnen mit einer W-Frage, klare „Ja“-oder „Nein“-Antworten gibt es nicht. Der Gefragte wird in seinen Antwortmöglichkeiten nicht eingegrenzt und antwortet mit seiner persönlichen Meinung und so ausführlich, wie er es möchte – das ermuntert ihn, weiter am Gespräch teilzunehmen.
Beispiele für offene Fragen sind:

  • Was ist passiert?
  • Wie ist das passiert?
  • Was meinen Sie dazu?

Aber Vorsicht: Nicht alle W-Fragen sind offene Fragen. Auf die Frage: „Wie hoch ist der Berg?“ kann es nur eine Antwort geben. In Fragebögen sind offene Fragen eher selten zu finden, denn sie sind sehr subjektiv und schwer auszuwerten. Journalisten z. B. nutzen diese offenen Fragen, um an Informationen zu gelangen.

Geschlossene Fragen

Auf geschlossene Fragen gibt es für jeden Befragten nur eine Antwort, beispielsweise „Ja“ oder „Nein“. Daher muss der Gefragte eine klare Meinung zu dem Thema haben, um sich entscheiden zu können.
Beispiele für geschlossene Fragen sind:

  • Gehst du heute weg?
  • Machen Sie heute Überstunden?
  • Haben Sie das gemacht?

In Fragebögen finden Sie diese geschlossenen Fragen besonders häufig. Denn eine klare Antwort lässt sich einfach auswerten. Zudem ist eine geschlossene Frage eine schnelle Alternative, um an klare Informationen zu gelangen.

Denken Sie das nächste Mal, wenn Sie eine Frage stellen, nach, welche Art von Antwort Sie erwarten. Dann werden Sie von der Antwort nicht enttäuscht – den Inhalt können Sie natürlich nicht beeinflussen.

Gesprächsführung leicht gemacht – Teil 2

30.10.2009

Was in der Gesprächsführung daneben gehen kann, haben wir im ersten Blogeintrag zum Thema Gesprächsführung gesehen. Nun möchte ich Ihnen Lösungsansätze präsentieren, damit das nächste private oder auch Mitarbeitergespräch nach Ihren Wünschen verläuft.

Tipps für eine gute Gesprächsführung

  1. Vorbereitung: Informieren Sie sich schon vorher und fragen Sie sich vor dem Gespräch: Was will ich erreichen, was möchte ich wissen und was bewirken? Erst dann können Sie das Gespräch zielgerichtet beeinflussen.
  2. Die richtige Einstellung: Wenn Sie Ihren Gesprächspartner von Anfang an als Gegner oder Feind sehen, stehen die Chancen für ein gut laufendes Gespräch sehr schlecht. Die Einstellung wird wird vom Gegenüber schnell erkannt, daher achten Sie darauf, den Partner gleichberechtigt zu sehen.
  3. Verstehen: Denken Sie sich in den Standpunkt oder die Lage des Gegenübers hinein und versuchen sie von da aus seine Argumentation nachzuvollziehen. Wenn Sie das tun, können Sie selber bessere Argumente finden, um Ihren Standpunkt zu verdeutlichen. Hier hilft die Technik des aktiven Zuhörens. Denn jeder möchte verstanden werden!
  4. Stopp sagen: Wenn Sie sich lange Monologe anhören müssen wird das schnell langweilig. Haben Sie den Mut und sagen Sie ihrem Gegenüber, wenn dieser Sie zutextet. Unterbrechen Sie ihn und machen Sie höflich klar, dass Sie jetzt etwas beisteuern möchten.
  5. Unterbrechungen: Viele Menschen unterbrechen einen im Redefluss, sodass Sie aus Ihrem Konzept kommen. Sagen Sie in dem Moment zwar höflich, aber doch bestimmt, dass Sie ihren Satz beenden wollen. Erobern Sie das Wort zurück und lassen Sie sich nicht überrumpeln.
  6. Kurz fassen: Ein Gespräch lebt von der Abwechselung. Erst redet der eine, dann der andere. Daher fassen Sie sich kurz und verfallen Sie nicht in die Plauderei.
  7. Fragen stellen: Wenn etwas unklar ist, stellen Sie Fragen. Nur dann können Sie den Gegenüber verstehen. Fragen sind nicht ein Zeichen von Unwissenheit, sondern von Interesse. Lassen Sie sich dabei nicht von Aussagen wie: „Das weiß doch jeder!” einschüchtern. Denn wenn Sie Interesse zeigen, freut sich gewöhnlich auch Ihr Gesprächspartner. So halten Sie das Gespräch am laufen.
  8. Sprache: Verwenden Sie eine klare und anschauliche Sprache. Indem Sie bildhaft sprechen, werden Sie von vielen besser verstanden. Mit Beispielen transportieren Sie Informationen effektiver und der Gegenüber ist interessierter. Wenn sie lange Schachtelsätze formulieren, kommen viele in Gedanken nicht hinterher. Formulieren Sie kurze Sätze und sagen Sie klar und deutlich, was Sie wollen.

Haben Sie Fragen oder Anregungen zum Thema Gesprächsführung? Kontaktieren Sie mich!

Ein gutes Mitarbeitergespräch ist durch nichts zu ersetzen

27.10.2009

Das Mitarbeitergespräch sichert Ihren Unternehmenserfolg. Sie glauben das nicht? Es ist aber so. Das Mitarbeitergespräch dient im Unternehmen dazu, Unternehmensziele im Gespräch zu kommunizieren, darzulegen und gegebenenfalls zu korrigieren. Die Mitarbeiter müssen sich mit ihrem Unternehmen identifizieren können, um erfolgreich im Team arbeiten zu können und so das vorgegebene Ziel zu erreichen. Der Weg zum Ziel: Das Mitarbeitergespräch.

Mitarbeitergespräch vs. Meeting – Gibt es einen Unterschied?

Das Mitarbeitergespräch ist in der Regel nichts anderes als der deutsche Ausdruck für den englischen Begriff Meeting. Mitarbeitergespräche können regelmäßig stattfindende Veranstaltungen sein oder ein besonderes Thema zum Anlass haben. Besonders vor schwierigen Mitarbeitergesprächen ist es empfehlenswert, den geplanten Inhalt und seinen Verlauf vorab zu formulieren.

Jedes Mitarbeitergespräch braucht ein Ziel und sei es nur der wöchentliche Austausch über Neuigkeiten in Ihrem Unternehmen. Ziele könnten allerdings auch wichtige Veränderungen in der Unternehmensstruktur oder im Ablauf sein. Oder natürlich jedes anderes Thema. Die Frage, die sich der Gesprächsleiter vor dem Mitarbeitergespräch stellen sollte, ist die Überlegung, welche Informationen die Mitarbeiter erfahren oder verstehen sollen und welche Veränderungen sich daraus für ihn ergeben. Wichtig ist für den Abschluss des Mitarbeitergesprächs auch ein fest definiertes Ziel.

Im Mitarbeitergespräch Meinungen und Informationen austauschen

Ein Mitarbeitergespräch benötigt in der Regel einen Gesprächsleiter. Doch nicht jeder Mitarbeiter ist von sich aus in der Lage, die Gesprächsleitung zu übernehmen. Gute Rhetorik Seminare helfen Ihnen, Ihre Soft-Skills und Fähigkeiten als Moderator auszubauen und mit mehr Selbstvertrauen in Gruppendiskussion und Mitarbeitergespräche zu gehen. Wie Sie ein Mitarbeitergespräch am besten führen können, lernen Sie unseren Seminaren und Workshops. Wir freuen uns auf Ihren Anruf.

Gesprächsführung leicht gemacht – Teil 1

22.10.2009

Wie können Sie die Gesprächsführung und den Gesprächsverlauf beeinflussen? Ob im Alltag oder im Berufsleben, Sie befinden sich andauernd im Gespräch mit anderen Menschen. Manchmal sind wir mit dem Ausgang eines Gesprächs zufrieden, ein anderes Mal total unglücklich!

Woran das liegt? In dem positiv gelaufenen Gespräch wurden unsere Anforderungen erfüllt und unsere Ziele erreicht. In dem negativen nicht.

Gesprächsführung – was Sie beachten müssen

Für eine gute Gesprächsführung ist entscheidend, dass verbale und nonverbale Botschaften übereinstimmen. Denn letztendlich zählen nonverbale Signale mehr, als die verbalen. Wenn die Gestik und Mimik nicht mit dem Gesagten übereinstimmt, kann das Gespräch schnell beendet sein!

Um Ihr Gegenüber zu verstehen, ist es besonders wichtig, dass Sie sich aktiv am Gespräch beteiligen. Hören Sie aufmerksam zu! Zwischendurch ein Nicken oder ein „Hmm” geben dem Gesprächspartner das Gefühl, dass Sie ihm zuhören. Fragen Sie offen, wenn Sie etwas nicht nachvollziehen können. Denken Sie ab und an darüber nach: Wie fühlt sich mein Gegenüber? Kann ich zusammenfassen, was der Gesprächspartner gesagt hat?

Mögliche Probleme in der Gesprächsführung

Schief gehen kann bei der Gesprächsführung einiges! Hier möchte ich nun Probleme und mögliche  Lösungen präsentieren.

  • Was tun, wenn Ihr Gegenüber ewig lange Monologe von sich gibt und dabei nicht bedenkt, dass Sie auch etwas sagen möchten?
  • Was tun, wenn Sie beim Sprechen andauernd unterbrochen werden?
  • Was tun, wenn Sie und Ihr Gesprächspartner einfach aneinander vorbei reden und Sie sich einfach nicht verstehen?
  • Was tun, wenn das Gespräch ausufert und nicht die von Ihnen gewünschten Bahnen einnimmt?
  • Was tun, wenn das Gespräch in Anschuldigungen und Streit endet?

Lösungen und hilfreiche Tipps zum Thema Gesprächsführung finden Sie im zweiten Teil!

Wie Sie Konfliktgespräche sinnvoll klären

17.10.2009

Konfliktgespräche gibt es in jedem Unternehmen. Ein Mitarbeiter ist nicht zufrieden mit seiner Arbeit oder anderen Kollegen. Eine Mitarbeiterin fällt durch ihre unfreundliche Art gegenüber Mitarbeitern und Kunden auf. Arbeitsweisen, Umgangsformen und ähnliches Verhalten stoßen bei den Vorgesetzten auf wenig Gegenliebe. Dann ist die Zeit für wirkungsvolle Konfliktgespräche gekommen.

Konfliktgespräche müssen gut vorbereitet sein

Konfliktgespräche verlieren ihre Wirkung, wenn die Beteiligten sich nicht ausreichend auf das Gespräch vorbereiten. Hauptziel muss und kann es nur sein, die Leistungen und Verhaltensweise Ihres Mitarbeiters zu verbessern und ihn nicht mit einem Haufen von Vorwürfen zu überschütten. Gehen Sie nicht davon aus, dass Ihr Mitarbeiter sofort einsichtig ist und die Probleme erkennt.

Konfliktgespräche sind keine einfachen Dialoge, bei denen sich beide Seiten auf Anhieb einig sind. Wichtig bei der Führung eines solchen Gespräches ist das Fokussieren auf ein Thema, zum Beispiel die Unfreundlichkeit der Mitarbeiterin gegenüber Kollegen und Kunden.

Am einfachsten ist es, wenn Sie bei Konfliktgesprächen nicht um den heißen Brei herumreden, sondern sofort zur Sache kommen. „Ich möchte gerne mit Ihnen über Ihre Art und Weise im Umgang mit Kunden sprechen” ist für die hier beispielgebende Situation ein idealer Einstieg. Konkretisieren Sie Ihre Kritik und beschreiben Sie Situationen, die Sie selbst mitbekommen haben.

Konfliktgespräche meistern und Eskalationen vermeiden

Konfliktgespräche werden aus dem einen Grund geführt, um einen Konflikt anzusprechen und nachhaltig zu klären. Dafür ist es ungemein wichtig, dass Sie im Gespräch sachlich bleiben und keine Emotionen hochgekocht werden. Setzen Sie niemals Ihre Position ein, um den Konflikt zu beenden und vermeiden Sie willkürliche Entscheidungen. Nur wenn Sie konkret das Problem angehen und sich auf Ihre Konfliktpartner einlassen, können Konflikte nachhaltig gemeistert werden. Zum Abschluss des Konfliktgespräches fassen Sie die Ergebnisse noch einmal zusammen und beenden Sie das Gespräch mit einem verbindlichen Ende, wie zum Beispiel einem Händeschütteln. Über Konfliktgespräche (/kontakt) informieren wir Sie auch sehr gerne in einem persönlichen Gespräch. Wir freuen uns auf Ihren Anruf.

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