Sicher kennen Sie die ermahnenden Worte im Meeting oder anderen Auseinandersetzungen:
“Bleiben Sie sachlich!”
Tatsächlich hält sich diese Forderung bzw. der Appell hartnäckig. Viele Führungskräfte wählen für Ihre Gespräche und Präsentationen diese Darstellung.
Fakten – Fakten – Fakten – bedeutet zu gewinnen. Tatsachen darzulegen heißt – wenig bis gar nicht angreifbar zu sein!
Jedoch – wie sieht denn so eine rein sachliche Kommunikation aus, ohne Gefühl, Interpretation und subjektiver Wahrnehmung?
Hier ein Beispiel:
A: Die Sonne scheint.
B: Ja. Die Sonne scheint.
A: Dann wird es warm.
STOPP – das ist schon eine Interpretation / Vermutung / subjektive Darstellung
Neuer Versuch:
A: Dann wird es hell.
STOPP – “hell” ist relativ
Sie sehen / lesen – eine, rein auf Fakten beruhende Unterhaltung wird nicht nur anstrengend, sie ist auch extrem nichtssagend.
Erfolgreich im Business – wo bleibt das Gefühl
Gefühle spielen in unserer Kommunikation – ihrer Kommunikation – eine zentrale Rolle. Haben Sie schon einmal versucht, Ihre Gefühle “zu Hause zu lassen”, wie den Hund oder den Hausteich mit hochwertigen Koys? Natürlich sind diese Lebewesen und Sachen sowieso in der Regel von uns irgendwie emotional belegt.
Dann erlauben wir uns folgende Frage:
“Welche Gefühle können Sie ablegen und zu Hause lassen?”
Unsere Tätigkeit zeigt uns immer wieder, Gefühle sind jederzeit präsent – in jeder Situation und Kommunikation . Was manchmal fehlt, sind Worte.
Dabei kann man unter Benennung der realen, echten Gefühle, mit dem richtigen Gefühlswort viel erreichen. Gefühle sind eingängig, oft nachvollziehbar und machen den Sprecher und seine Situation transparent.
Stellen Sie sich vor, Sie möchten etwas von einem anderen Menschen, was dieser normalerweise nicht tun würde.
Hier ein Beispiel:
Sie sind Betriebsleiter. Der Auftrag, für einen der wichtigsten Kunden Ihres Unternehmens kann nicht termingerecht ausgeliefert werden. Sie befürchten, dass aufgrund dessen der Kunde “abspringen” wird.
Sie sprechen den Kunden an, um eine Lösung herbei zu führen:
Ich befürchte den Auftrag nicht rechtzeitig ausliefern zu können.
Daraus folgt für mich ein Verlust der Glaubwürdigkeit. Ich fühle mich verantwortungslos.
Verhandeln Sie mit mir über einen neuen Liefertermin.
Vielleicht noch ein Beispiel für die “Raser”:
Sie sind zu schnell gefahren und werden von der Polizei angehalten.
Folgende Technik ist jetzt erfolgversprechend:
Ich befürchte nicht rechtzeitig zu meinem Termin zu kommen.
Daraus folgt für mich, dass ich möglicherweise meine Arbeit verliere. Ich fühle mich schuldig und gleichzeitig verantwortungsvoll gegenüber meiner Familie.
Bitte helfen Sie mir!
Erfolgreich im Business
Für Ihren Erfolg in der Kommunikation habe wir über 9.300 Gefühlswörter gesammelt, die Sie sich kostenfrei downloaden können.
Beachten Sie immer: Gefühle sind immer da. Gehen Sie ehrlich damit um. Im “Innen- und Außenverhältnis”.
Ich freue mich auf Ihre Kommentare und weitere Wörter. Mailen Sie mir Ihre Vorschläge: wjn@job-perform.com
Ihre Wiltraud Natzke
[der Mensch macht's!] – extrem im Business
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