Argumentieren Lernen

Ich-Botschaften

12.11.2009

„Als ich gemerkt habe, wie Sie über mich gesprochen haben, war ich sehr enttäuscht“. Dieser Satz ist eine Selbstoffenbahrung und verdeutlicht die Meinung und die Gefühle dessen, der sie ausspricht. In Konversationen und im Büroalltag sind aber häufig nur Du-Botschaften zu finden. „Könntest du das Fenster schließen? Könnten Sie mich ausreden lassen?“ Ich bin mir sicher, Sie kennen noch viele weitere Beispiele. Doch eigentlich verstecken sich hinter diesen Du-Botschaften Befehle, die Sie nicht direkt aussprechen und die häufig zu Konflikten führen. Hinter „Könntest du das Fenster schließen“ steht somit die Aufforderung „Mach das Fenster zu.“ Da viele Menschen sich durch eine solche Nachricht angegriffen fühlen, wirkt sich das auch negativ auf das Betriebsklima aus.

Eine Ich-Botschaft besteht aus drei Teilen. Zuerst wird das auslösende Verhalten beschrieben, ohne es zu bewerten. Sagen Sie in der Ich-Form, welche Gefühle das Verhalten bei Ihnen hervorgerufen hat und nennen Sie dann mögliche Konsequenzen. So kann eine mögliche Kritik besser angenommen werden, da Sie sich auf Augenhöhe begegnen.

Aber Vorsicht: Nicht jeder Satz, der mit „Ich“ beginnt, ist eine Ich-Botschaft und nicht jede Kritik kann durch ein „Ich habe mich aber so gefühlt“ relativiert werden!

  • Passen Sie auf, dass Sie keine Vorwürfe oder Beschuldigungen als Ich-Botschaften ausgeben und damit andere verletzen. Sagen Sie nicht: „Das ist doch Unsinn“, sondern eher „Ich erkenne den Sinn nicht“. Ich-Botschaften sind eine Methode der Deeskalation, wenn der Sprecher sich Schwächen eingestehen kann und der Empfänger einlenkt.
  • Kommunizieren Sie nicht nur Negatives. Sagen Sie zwischendurch auch, was Ihnen gut gefällt. Damit bringen Sie Abwechslung in die Ich-Botschaften.
  • Vermeiden Sie Worte wie: immer, bisschen oder manchmal. Mit immer würden Sie den Sachverhalt übertreiben und Ihr Gegenüber angreifen. Sagen Sie dagegen in Ihren Ich-Botschaften andauernd: „Es ist ein bisschen schlecht“ oder „Manchmal bin ich damit nicht einverstanden“, machen Sie sich lächerlich. Denn diese abschwächenden Wörter lassen sie unsicher wirken, als würden Sie nicht zu Ihrer Meinung stehen.
  • Nutzen Sie nicht zu viele Ich-Botschaften, sonst halten Sie viele für egoistisch, wenn Sie nur kommunizieren, wie Sie sich fühlen.

Fragetechniken

05.11.2009

Das Ziel einer Frage ist es, eine Antwort zu erhalten. Ob in einem alltäglichen Gespräch, in einem Interview oder in einer Befragung, die gewünschte Antwort zu bekommen ist nicht immer einfach. Oft ist es sogar schwer, eine Frage überhaupt zu erkennen. Fehlende Betonung, Mimik oder Gestik können dazu führen, dass Fragen unbeantwortet bleiben. In schriftlicher Form ist das einfacher. Ein Fragewort und ein Fragezeichen am Ende des Satzes und es ist klar, dass es sich hier um eine Frage handelt. Um in Gesprächen eine Antwort zu bekommen, gibt es zwei primäre Techniken, die ich Ihnen hier vorstellen möchte. Die offene und die geschlossene Frage.

Offene Fragen

Auf offene Fragen gibt es viele Antworten. Sie beginnen mit einer W-Frage, klare „Ja“-oder „Nein“-Antworten gibt es nicht. Der Gefragte wird in seinen Antwortmöglichkeiten nicht eingegrenzt und antwortet mit seiner persönlichen Meinung und so ausführlich, wie er es möchte – das ermuntert ihn, weiter am Gespräch teilzunehmen.
Beispiele für offene Fragen sind:

  • Was ist passiert?
  • Wie ist das passiert?
  • Was meinen Sie dazu?

Aber Vorsicht: Nicht alle W-Fragen sind offene Fragen. Auf die Frage: „Wie hoch ist der Berg?“ kann es nur eine Antwort geben. In Fragebögen sind offene Fragen eher selten zu finden, denn sie sind sehr subjektiv und schwer auszuwerten. Journalisten z. B. nutzen diese offenen Fragen, um an Informationen zu gelangen.

Geschlossene Fragen

Auf geschlossene Fragen gibt es für jeden Befragten nur eine Antwort, beispielsweise „Ja“ oder „Nein“. Daher muss der Gefragte eine klare Meinung zu dem Thema haben, um sich entscheiden zu können.
Beispiele für geschlossene Fragen sind:

  • Gehst du heute weg?
  • Machen Sie heute Überstunden?
  • Haben Sie das gemacht?

In Fragebögen finden Sie diese geschlossenen Fragen besonders häufig. Denn eine klare Antwort lässt sich einfach auswerten. Zudem ist eine geschlossene Frage eine schnelle Alternative, um an klare Informationen zu gelangen.

Denken Sie das nächste Mal, wenn Sie eine Frage stellen, nach, welche Art von Antwort Sie erwarten. Dann werden Sie von der Antwort nicht enttäuscht – den Inhalt können Sie natürlich nicht beeinflussen.

Wie Sie Konfliktgespräche sinnvoll klären

17.10.2009

Konfliktgespräche gibt es in jedem Unternehmen. Ein Mitarbeiter ist nicht zufrieden mit seiner Arbeit oder anderen Kollegen. Eine Mitarbeiterin fällt durch ihre unfreundliche Art gegenüber Mitarbeitern und Kunden auf. Arbeitsweisen, Umgangsformen und ähnliches Verhalten stoßen bei den Vorgesetzten auf wenig Gegenliebe. Dann ist die Zeit für wirkungsvolle Konfliktgespräche gekommen.

Konfliktgespräche müssen gut vorbereitet sein

Konfliktgespräche verlieren ihre Wirkung, wenn die Beteiligten sich nicht ausreichend auf das Gespräch vorbereiten. Hauptziel muss und kann es nur sein, die Leistungen und Verhaltensweise Ihres Mitarbeiters zu verbessern und ihn nicht mit einem Haufen von Vorwürfen zu überschütten. Gehen Sie nicht davon aus, dass Ihr Mitarbeiter sofort einsichtig ist und die Probleme erkennt.

Konfliktgespräche sind keine einfachen Dialoge, bei denen sich beide Seiten auf Anhieb einig sind. Wichtig bei der Führung eines solchen Gespräches ist das Fokussieren auf ein Thema, zum Beispiel die Unfreundlichkeit der Mitarbeiterin gegenüber Kollegen und Kunden.

Am einfachsten ist es, wenn Sie bei Konfliktgesprächen nicht um den heißen Brei herumreden, sondern sofort zur Sache kommen. „Ich möchte gerne mit Ihnen über Ihre Art und Weise im Umgang mit Kunden sprechen” ist für die hier beispielgebende Situation ein idealer Einstieg. Konkretisieren Sie Ihre Kritik und beschreiben Sie Situationen, die Sie selbst mitbekommen haben.

Konfliktgespräche meistern und Eskalationen vermeiden

Konfliktgespräche werden aus dem einen Grund geführt, um einen Konflikt anzusprechen und nachhaltig zu klären. Dafür ist es ungemein wichtig, dass Sie im Gespräch sachlich bleiben und keine Emotionen hochgekocht werden. Setzen Sie niemals Ihre Position ein, um den Konflikt zu beenden und vermeiden Sie willkürliche Entscheidungen. Nur wenn Sie konkret das Problem angehen und sich auf Ihre Konfliktpartner einlassen, können Konflikte nachhaltig gemeistert werden. Zum Abschluss des Konfliktgespräches fassen Sie die Ergebnisse noch einmal zusammen und beenden Sie das Gespräch mit einem verbindlichen Ende, wie zum Beispiel einem Händeschütteln. Über Konfliktgespräche (/kontakt) informieren wir Sie auch sehr gerne in einem persönlichen Gespräch. Wir freuen uns auf Ihren Anruf.

Überzeugend auftreten und Mitstreiter gewinnen

13.10.2009

Überzeugend auftreten will gelernt sein. Nicht nur bei Präsentationen vor Kunden ist es von großer Bedeutung, dass Sie sicher und überzeugend Ihren Mann oder Ihre Frau stehen. Auch unter Kollegen und im Privatleben kann es niemals schaden, überzeugend aufzutreten. Das Buch mit gleichnamigem Titel von Claudia Croos-Müller kann Ihnen helfen, Ihre Glaubwürdigkeit und Kompetenz zu steigern.

Überzeugend auftreten – Souveränität will gelernt sein

Überzeugend auftreten ist nicht ganz so leicht, wie Sie es sich vielleicht vorstellen. „Glaubwürdigkeit, Durchsetzungsfähigkeit und Kompetenz vermitteln wir vor allem über Körpersprache. Was unser Körper aussendet, ist machtvoller als das, was wir sagen oder was in der Bewerbungsmappe steht”, schreibt Claudia Croos-Müller. 90 Prozent nehmen wir Menschen über nonverbale Signale wahr. Grund genug also, sich mit seinem Auftreten in der Öffentlichkeit zu beschäftigen.

Doch woher haben wir diese scheinbare Oberflächlichkeit, dass wir einen Menschen innerhalb weniger Sekunden und möglicherweise noch vor dem ersten gesprochen Wort in Schubladen packen? Eine Antwort auf diese Frage zu finden, ist sicherlich nicht einfach. Fakt ist jedoch, dass selbst wenn wir überzeugend auftreten, unsere fachliche Kompetenz noch so groß sein kann, wenn sie nicht durch die Körpersprache unterstützt wird. Der Körper schweigt nämlich nie. Sich am Kopf kratzen ist in jeder Situation ein Zeichen von Nervosität und Verzweiflung. Doch wie verhalte ich mich bei einem Bewerbungsgespräch? Was sollen Sie tun, wenn plötzlich die Beine und Hände ein Störfaktor sind und Sie nicht wissen, wohin damit?

Fünf einfache Tipps, um überzeugend aufzutreten

Überzeugend auftreten kann recht einfach sein, wenn Sie die folgenden Tipps beachten:

  • Eignen Sie sich ein körperliches und mental bewusstes Auftreten an. Das mag zunächst einfacher klingen als es ist, dennoch vergewissern Sie sich einfach vor jedem Auftritt oder jeder Besprechung, was Sie erreichen wollen und welche Situation Sie erwartet.
  • Treten Sie stets ruhig und gelassen in einen Raum ein und suchen Sie sich einen gut sichtbaren Platz.
  • Mit einer aufrechten Körperhaltung wirkt Ihr Selbstbewusstsein ausgeprägter und das sorgt für Präsenz. Wenn Sie zusätzlich den Kopf hoch tragen, wirken Stimme und Atmung ebenfalls kraftvoller.
  • Unterstützen Sie Ihre eigenen Worte durch eine passende und stimmige Gestik. Übertreiben Sie es aber nicht mit den Gesten, denn das wirkt künstlich.
  • Klammern Sie sich nicht an Stehpulte, Armlehnen oder sonstige Gegenstände fest, das wirkt verkrampft – sowohl körperlich als auch mental.

Weitere Informationen, Tipps und Seminare zum Thema Überzeugend auftreten geben wir Ihnen sehr gerne. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Menschenkenntnis – Wie gut kennen Sie Ihre Mitmenschen?

07.10.2009

Menschenkenntnis ist für die eigene Wahrnehmung und den Umgang mit Kollegen und Mitmenschen unerlässlich. Je ausgeprägter Ihre Menschenkenntnis ist, desto besser können Sie auf ansonsten missverständliche Situationen angemessen reagieren. Wie sieht es also mit Ihrer Menschenkenntnis aus?

Menschenkenntnis basiert auf persönlichen Erfahrungen

Menschenkenntnis ist ein langwieriger und nie endender Prozess. Natürlich werden Sie – wie bei jedem anderen Training – mit der Zeit immer besser und lernen, Menschen immer besser einzuschätzen. Das ist vor allem wichtig, wenn die Kommunikation mit Ihren Kollegen im Büro oder Ihren Mitmenschen im Alltag nicht richtig funktioniert. Dennoch wird das Training der Menschenkenntnis nie mit einer Meisterprüfung enden können. Können Sie letztendlich abschätzen, wie genau Ihr Gegenüber in gewissen Situationen tickt?

Wie reagieren Sie beispielsweise wenn ein Kollege Ihnen in einem Meeting immer das Wort abschneidet? Reagieren Sie gar nicht, beschweren Sie sich nach dem Meeting beim Teamleiter oder reagieren Sie direkt? Und wie verhalten Sie sich, wenn ein Kollege bei Ihnen mal so richtig Frust ablassen möchte? Bleiben Sie neutral, haben Sie ein offenes Ohr oder bieten Sie sich sogar als Moderator bei Streitigkeiten an?

Menschenkenntnis setzt sich aus vielen Facetten zusammen

Menschenkenntnis ist wie ein Schatz, der mit jedem neuen Kontakt und jedem Gespräch ein bisschen wertvoller wird. Wer mit vielen Menschen in Kontakt steht, wird ein größeres und vielfältigeres Menschenbild erfahren, als jemand, der nur sehr eingeschränkt kommuniziert und zurückgezogen lebt. Neben den direkten Gesprächen zählen aber auch äußere Merkmale wie Ausdrucksweise, Körpersprache und das Erscheinungsbild zu den wichtigsten Merkmalen. Weitere spannende Beispiele und viele hilfreiche Tipps zum Thema Menschenkenntnis vermitteln wir Ihnen sehr gerne in unseren Seminaren. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Gute Rhetorik Seminare erkennen

22.09.2009

Rhetorik Seminare und Unternehmen, die solche Kurse anbieten, gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Der Markt der Seminaranbieter boomt und der Trend scheint nicht zu stoppen. Allein etwa 500 bis 600 Institute alleine bieten inzwischen Seminare zu Themen wie Kommunikation, Rhetorik und Präsentation an. Den Überblick bei dieser Vielzahl an Schulungen zu haben fällt schwer. Wir geben Ihnen fünf Tipps, woran Sie gute Rhetorik Seminare erkennen können.

Rhetorik Seminare müssen bestimmte Qualitätsanforderungen erfüllen

Auch wenn es für Rhetorik Seminare keine Prüf- und Qualitätssiegel gibt, wie beispielsweise in der Lebensmittelbranche, können Sie anhand von fünf einfachen Kriterien entscheiden, welche Rhetorik Seminare zu Ihnen passen und wertvoll sein können.

Natürlich ist auch unsere Liste an Vorschlägen nicht komplett und wir würden uns über weitere Ideen freuen. Hier nun unsere Tipps für gute Rhetorik Seminare:

  • Welche Inhalte umfasst das Kurskonzept? Sind Ideen und Planungen aufeinander abgestimmt? Sie die Inhalte auf den Wissenshintergrund der Teilnehmer angepasst?
  • Welche Erfahrungen und Referenzen können die Anbieter der Rhetorik Seminare vorweisen? Natürlich gilt hier: Je mehr gute Referenzen, desto besser. Aber lesen Sie sich die Referenzliste und die eventuell vorhandenen Bewertungen aufmerksam durch. Notfalls fragen Sie beim Anbieter nach Referenzen.
  • Wie viele Teilnehmer belegen einen Kurs? Viele Menschen kennen das Problem aus zu großen Klassen in der Schule, überfüllten Räumen bei Seminaren oder ähnlichen Gegebenheiten. Zu einem nicht unwichtigen Prozentsatz hängt die Qualität des Kurses von der Kursgröße ab. Hier gilt in der Regel: Je kleiner der Kurs, desto mehr können die Anbieter auf einzelne Teilnehmer eingehen. Und das wirkt sich oftmals direkt auf die Qualität des Kurses aus.
  • Welchen Wissenshintergrund haben die Anbieter der Rhetorik Seminare? Haben Sie Kommunikationswissenschaften, Psychologie, Pädagogik oder andere Sprachwissenschaften studiert, um so ihre Seminare auf feste Beine stellen können?
  • Wie sieht es mit Feedback- und Kontaktmöglichkeiten aus? Sind die Anbieter jederzeit kontaktierbar und antworten sie auf Ihre Mails oder Anrufe? Können Sie durch Kritik und Lob die Kurse beeinflussen? Sind Ihre Anbieter flexibel, was die Einbindung der Rückmeldungen betrifft?

Was denken Sie persönlich über Rhetorik Seminare? Nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

Wie argumentiere ich unter Stress?

09.09.2009

In einer perfekten Welt wäre alles rechtzeitig fertig. Stress? Was ist das?
Es gäbe keinen Streit und jeder würde sachlich, einer nach dem anderen, sprechen und niemand würde ausfallend reagieren. Ein Streit könnte gar nicht entstehen. Denn alle erörtern ihre Ansichten und suchen gemeinsam nach der optimalen Lösung.
Doch leider leben wir in der realen Welt – und in der gilt es, sich durchzusetzen!

Unfaire, aggressive und boshafte Angriffe sind bei vielen an der Tagesordnung. Wenn Sie unvorbereitet in solch eine Situation gelangen, mag es sein, dass Sie impulsiv reagieren und etwas sagen, was Sie später bereuen. Greifen Sie nicht auf „primitive“ Verhaltensweisen zurück! Ob verbaler oder nonverbaler Angriff, geraten Sie nicht gleich unter Stress! Bleiben Sie ruhig und denken Sie nach. Sie sind im Vorteil! Denn Angreifer versuchen oft nur, mangelnde Kenntnis zu überspielen.

Wie wehre ich Angriffe ab?

Argumentieren Sie:

  • Souverän: Legen Sie sich vorher ruhig Argumente zurecht und sagen nicht impulsiv, was Ihnen in den Kopf kommt! Planen Sie das Gespräch.
  • Schlagfertig: So kann vielleicht nicht jeder von Anfang an argumentieren. Aber jeder kann es trainieren, z.B. in unserem Seminar !
  • Sachlich und knapp: Halten Sie Ihre Emotionen zurück. Versuchen Sie mit Fakten zu punkten. Beachten Sie, dass Sie nicht um den heißen Brei reden, sondern schnell und deutlich auf den Punkt kommen!

Gut geeignet, um den Umgang mit Gesprächen unter Stress zu lernen, sind Rollenspiele. Da jeder andere Dinge als stressig empfindet, muss eine persönliche Beratung stattfinden. Mit ein wenig Theorie und Training sind Sie gut gestärkt, wenn Sie unter Stress argumentieren müssen!

Verhandlungssicher vs. Konversationssicher

04.09.2009

Mit „Verhandlungssicher“ wird das höchste Niveau der Beherrschung einer Sprache zur Kommunikation bezeichnet. Dabei ist es nicht wichtig, ob es sich dabei und eine mündliche oder schriftliche Beherrschung geht. Vielleicht kennen Sie den Ausdruck „verhandlungssicher“ von Stellenausschreibungen und wollten schon immer mal wissen, was es mit dem Begriff auf sich hat. Und wenn wir schon einmal dabei sind: Was ist der Unterschied zum Begriff „Konversationssicher“?

Verhandlungssicher in jede Verhandlung

Verhandlungssicher wird oftmals mit konversationssicher verwechselt – um das gleich einmal vorweg zu nehmen. Doch wo genau liegt der Unterschied zwischen den beiden Worten, die auf Anhieb ja doch sehr ähnlich sind? Die Fähigkeit, Verhandlungen flüssig mündlich zu führen, wird als konversationssicher bezeichnet und nicht, wie fälschlicherweise immer angenommen wird, verhandlungssicher.

Eine verhandlungssichere Beherrschung einer Sprache ist die Fähigkeit, mündliche oder schriftliche Verhandlungen erfolgreich zu führen. Es geht bei der verhandlungssicheren Beherrschung darum, das korrekt gesprochene oder geschriebene Wort so zu verstehen, dass die Absicht des Senders der Nachricht korrekt und eindeutig erkannt werden kann.

Wann ist verhandlungssicher wirklich verhandlungssicher?

Verhandlungssicher ist ein Mensch nach Experteneinschätzung, wenn er/sie

  • über einen sehr großen Wortschatz verfügt
  • Wörter korrekt verwendet
  • Grammatikalische Feinheiten beherrscht
  • Spracherfahrung hat
  • Kenntnis von Redewendung
  • ein Verständnis für Umschreibungen und komplizierte Sätze hat

Möchten Sie gerne mehr erfahren? Verhandlungssicher können Sie sich sicher in neue Verhandlungen stürzen.

Rhetorik Training – Schritt 5 Die goldenen Regeln

08.08.2009

Wer wünscht sich das nicht – Ein Versprechen erfolgreich zu sein – wenn man sich nur an ein paar Regeln hält.

Die Rhetorik zeigt es.

Regel Nr. 1

Beschränken Sie sich auf das Wesentliche – Winston Churchill hat gesagt: “Wenn ich nur zehn Minuten sprechen darf, so brauche ich eine Woche zur Vorbereitung. Steht mir eine Stunde zur Verfügung, so brauche ich zwei Tage. Habe ich aber unbegrenzt Redezeit, so kann ich sofort mit dem Sprechen beginnen.”

Regel Nr. 2

Die Rede ist keine Schreibe – “Man muss die Gesichter der Zuhörer beobachtet haben, wenn ein vermeintlicher Redner das Podium besteigt und zunächst ein schweres Manuskript auf das Pult legt. Man darf sicher sein, dass die Mehrheit der Zuhörer nicht auf die Rede hört, sonder betrübt verfolgt, wie langsam sich das Verhältnis der vorgelesenen zu den noch nicht vorgelesenen Seiten wandelt.” -

Emil Dovifat; Publizist

Regel Nr. 3

Zeigen Sie Ihre humoristische Seite – Humor entspannt

Regel Nr. 4

Sie sind als Redner zwar der “Chef” – aber ist Ihnen nicht auch ein Chef mit Herz symphatischer – Zeigen Sie menschliche Wärme

Regel Nr. 5

Stiften Sie Nutzen

Regel Nr. 6

Denken Sie immer an Ihr Redeziel

Rhetorik Training – Schritt 4 Die Aufbauvarianten

07.08.2009

Grundsätzlich gilt:

Wählen Sie einen Aufbau, der zu Ihnen und dem Thema passt.

Darüber hinaus sollten Sie in Ihrem Rhetorik-Training folgendes beachten:

  • Sprechen Sie das Wichtigste zuerst an, da die Aufmerksamkeit mit der Zeit absinkt
  • Beantworten Sie alles W-Fragen zu Ihrem Thema
  • Bedenken Sie im Aufbau, dass Sie die Herzen der Zuhörer gewinnen müssen
  • Behalten Sie Ihr Redeziel im Auge
  • Nutzen Sie viele Eingangskanäle bei der Auswahl der Medien und der Visualisierungsmöglichkeiten
  • Verknüpfen Sie vorherige Fakten
  • Verknüpfen Sie mit der Realität
  • Wiederholen Sie neue Informationen

Rhetorik Training – der Redeaufbau

Ich möchte Ihnen hier eine kleine Auswahl an Möglichkeiten für Ihr Rhetorik Training aufzeigen. Damit Sie die volle Wirkung erreichen beachten Sie, welcher Redetyp Sie sind und welches Ziel erreicht werden soll. Die Aufbauvarianten eignen sich konsequent für eine Überzeugungsrede.

  1. Die Analyseform
    • Sie beginnen mit der Information über die Fakten, die Ausgangssituation, den momentanen Stand der Dinge
      Es geht um das – IST
    • Sie schließen an, mit Überlegungen zu den Punkten – Wohin soll es gehen?, Was ist das Ziel?, Was ist die Zukunft?
      Es geht um das – SOLL
    • Den Schluss liefert die Schilderung der Vorgehensweise, der Lösungen – Wie packen wir es an!
      Es geht um den – WEG
  2. Die IDEAL – Form
    • I – Wecken Sie das Interesse, schaffen Sie Wohlwollen – Interesse
    • D – Stellen Sie das Thema dar, präsentieren Sie die Situation, unterbreiten Sie Vorschläge – Darstellung
    • E – Erläutern, Präzisieren, untermauern Sie Ihre Aussagen – Erläuterung
    • A – liefern Sie Praxisbeispiele, Aha-Erlebnisse und anschauliche Darstellungen – Anschauung
    • L – der Schluss sollte logisch sein, formulieren Sie eine Handlungsaufforderung, sagen Sie was zu tun ist – Logik
  3. Die Überzeugungsformel
    • Sie wählen den Einstieg über die Darstellung einer Meinung, einer Behauptung oder eines Standpunktes – These
    • Sie treten die Beweisführung an – Argumente
    • Sie konkretisieren und bekräftigen das Gesagte – Beispiele
    • Zeigen Sie nun Konsequenzen auf und fordern Sie Handlungen – Zusammenfassung

Ich wünsche Ihnen viel Spass und Erfolg bei Ihrem Rhetorik Training.

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