Argumentieren Lernen

Moderation

26.11.2009

Der Begriff „Moderator“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet steuern oder lenken. Folglich ist ein Moderator eine Person, die Gespräche steuert oder lenkt. Haben Sie schon einmal darauf geachtet, dass der Moderator bei einer unproblematischen Diskussion fast nicht auffällt? Wenn eine Diskussion allerdings aus dem Ruder gerät, ist ein Moderator umso wichtiger. Erst da kann er seine Stärken zeigen. Trauen Sie sich zu, ein Gespräch oder gar einen Abend zu moderieren?

Was ist eine gute Moderation?

Eine gute Moderation beginnt mit einer Einleitung, die eine Übersicht zum Thema vermittelt und festlegt, welchem Ablauf und welche Regeln es dafür gibt. Danach ist es die Aufgabe des Moderators, auszuwählen, welche Themen wann und von wem angesprochen werden. Zwischendurch muss er das Gesagte kurz wiederholen und zusammenfassen. Am Ende bewertet der Moderator die Ergebnisse des Gesprächs und verabschiedet sowohl Teilnehmer, als auch Zuhörer.

Eine gute Moderation gibt einer Diskussion einen strukturierten Rahmen, in dem Aussagen toleriert werden. Der Moderator muss eingreifen und die Ordnung wieder herstellen, wenn jemand davon abweicht. Wenn Stille herrscht, ist es seine Aufgabe, Fragen zu stellen und Teilnehmer zum Reden zu bewegen – manchmal animieren sie auch die Zuhörer. Der Moderator hebt interessante Aussagen hervor und fasst zwischendurch zusammen, was gesagt wurde. Besonders wichtig dabei ist, dass er unparteiisch agiert und sich nicht beeinflussen lässt.

Zusammenfassung: Die Aufgaben eines Moderators:

  • Klärung des Auftrages und der Ziele der Moderation
  • Erstellung der Dramaturgie
  • Organisatorische Vorbereitung der Sitzung
  • Einführung in die Thematik
  • Setzen der Moderationsinhalte
  • Steuerung des Diskussionsprozesses
  • Pointierung der Inhalte und inhaltliche Klärung verschwommener Beiträge
  • Verantwortung für die Visualisierung und Dokumentation der Ergebnisse

In Funk und Fernsehen: Beiträge werden hier von einem Moderator lediglich anmoderiert. Daher leiten sie lediglich durch die verschiedenen Programmelemente.

Im Internet: Online sorgen Moderatoren in Foren dafür, dass unangemessene, unqualifizierte Kommentare und die dazugehörigen Personen entfernt und gelöscht werden.

Erfolgsrezept Charisma

21.11.2009

Beneiden Sie nicht auch manchmal die Leute, die es einfach immer schaffen, mit einem Lächeln durchs Leben zu gehen? Die, die von innen strahlen, wenn sie etwas über die Familie, die Hobbys oder die Arbeit erzählen. Egal wie uninteressant ein Thema zuerst erscheint, diese Leute schaffen es trotzdem, andere dafür zu begeistern.
Was den Unterschied macht? Charisma!

Im Job – gerade als Führungskraft – ist es ein großer Vorteil, wenn Sie nicht nur behaupten, charismatisch zu sein und andere gut motivieren und faszinieren zu können, sondern es auch wirklich auszustrahlen. Daher ist die wichtigste Frage: Wie möchte ich nach außen hin wirken? Denn niemand möchte für andere Menschen gelangweilt oder arrogant gelten.

Was Mimik zum Charisma beiträgt

Wir nehmen bei der Beobachtung eines Menschen nicht nur wahr, was gesagt wird, sondern auch wie es gesagt wird und mit welcher Körpersprache es verbunden ist. Oft verraten Mimik und Gesten, wenn das Gesagte anders gemeint ist. Denn nicht bei jedem stimmen der Inhalt und Mimik überein – und das mindert die Ausstrahlung auf andere. Aber: Auch das kann erlernt werden.

Wer diese kleinen Fehler vermeidet kann schon viel hinzugewinnen:

  • Nehmen Sie die Hände aus den Taschen – das wirkt unsicher!
  • Gehen und stehen Sie aufrecht – machen Sie sich nicht unnötig klein! Lachen Sie mit den Augen – wenn nur Ihr Mund lacht, wirken Sie nicht authentisch!
  • Halten Sie eine gewisse Körperspannung – seien Sie motiviert und nicht gelangweilt!
  • Bleiben Sie natürlich und vermeiden Sie Schauspielerei oder Übertreibung!

Brainstorming – der erste Schritt zu einer neuen Idee

17.11.2009

Sie bekommen auf der Arbeit zu hören: „Seien Sie doch mal kreativ, Sie machen das schon“, doch in Ihrem Kopf sind keine Ideen? Versuchen Sie es doch mal mit einem Brainstorming. Gemeint ist die Suche nach neuen, ungewöhnlichen Ideen in einer Gruppe. Ein Brainstorming können Sie auch allein als kreative Lockerungsübung nutzen.

Für ein Brainstorming wird eine Gruppe gesucht, die je nach Problemstellung aus Experten/Mitarbeitern, Laien oder Experten andersartiger Fachgebiete besteht. Im ersten Schritt erklärt ein Gruppenleiter Thema und Ziel. Alle Teilnehmer können spontan antworten, was Ihnen zu dem genannten Thema einfällt. Optimal wäre es, wenn sie sich gegenseitig inspirieren und so neue Ansätze finden. Jeder Einfall muss vom Gruppenleiter protokolliert werden, ohne diesen zu bewerten. Jeder soll seine Gedanken frei äußern, denn je kreativer ein Ansatz ist, desto mehr kann sich daraus entwickeln. Im zweiten Schritt werden die gesammelten Ideen bewertet und sortiert.

Zusammenfassung:

  • Äußern Sie keine Kritik
  • Lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf
  • Je kreativer Ihre Ideen sind, desto besser
  • Ein Gruppenleiter koordiniert das Brainstorming

Ein Brainstorming kann allerdings auch ins Negative ausschlagen. Wenn die Teilnehmer sich in den Gruppen gegenseitig behindern, hemmen sie die Kreativität. Problematisch wird es, wenn Einzelgänger sich profilieren wollen. Denn ein Brainstorming profitiert von vielen verschiedenen Ideen und nicht von der Meinung eines Einzelnen.

Vorteile:

  • Einfache Handhabung
  • Geringe Kosten
  • Nutzen von Synergieeffekten in der Gruppe
  • Innovative Ideenfindung
  • Gut als Einstieg in ein Thema

Nachteile:

  • Abhängig von Teilnehmern
  • Gefahr der Abschweifung
  • Gefahr von Gruppenkonflikten
  • Nicht brauchbar für komplexe Themen

Haben Sie schon Erfahrungen Mit Brainstormings gemacht? Schreiben Sie mir einen Kommentar, ob es sich um positive oder negative Erfahrungen handelt!

Ich-Botschaften

12.11.2009

„Als ich gemerkt habe, wie Sie über mich gesprochen haben, war ich sehr enttäuscht“. Dieser Satz ist eine Selbstoffenbahrung und verdeutlicht die Meinung und die Gefühle dessen, der sie ausspricht. In Konversationen und im Büroalltag sind aber häufig nur Du-Botschaften zu finden. „Könntest du das Fenster schließen? Könnten Sie mich ausreden lassen?“ Ich bin mir sicher, Sie kennen noch viele weitere Beispiele. Doch eigentlich verstecken sich hinter diesen Du-Botschaften Befehle, die Sie nicht direkt aussprechen und die häufig zu Konflikten führen. Hinter „Könntest du das Fenster schließen“ steht somit die Aufforderung „Mach das Fenster zu.“ Da viele Menschen sich durch eine solche Nachricht angegriffen fühlen, wirkt sich das auch negativ auf das Betriebsklima aus.

Eine Ich-Botschaft besteht aus drei Teilen. Zuerst wird das auslösende Verhalten beschrieben, ohne es zu bewerten. Sagen Sie in der Ich-Form, welche Gefühle das Verhalten bei Ihnen hervorgerufen hat und nennen Sie dann mögliche Konsequenzen. So kann eine mögliche Kritik besser angenommen werden, da Sie sich auf Augenhöhe begegnen.

Aber Vorsicht: Nicht jeder Satz, der mit „Ich“ beginnt, ist eine Ich-Botschaft und nicht jede Kritik kann durch ein „Ich habe mich aber so gefühlt“ relativiert werden!

  • Passen Sie auf, dass Sie keine Vorwürfe oder Beschuldigungen als Ich-Botschaften ausgeben und damit andere verletzen. Sagen Sie nicht: „Das ist doch Unsinn“, sondern eher „Ich erkenne den Sinn nicht“. Ich-Botschaften sind eine Methode der Deeskalation, wenn der Sprecher sich Schwächen eingestehen kann und der Empfänger einlenkt.
  • Kommunizieren Sie nicht nur Negatives. Sagen Sie zwischendurch auch, was Ihnen gut gefällt. Damit bringen Sie Abwechslung in die Ich-Botschaften.
  • Vermeiden Sie Worte wie: immer, bisschen oder manchmal. Mit immer würden Sie den Sachverhalt übertreiben und Ihr Gegenüber angreifen. Sagen Sie dagegen in Ihren Ich-Botschaften andauernd: „Es ist ein bisschen schlecht“ oder „Manchmal bin ich damit nicht einverstanden“, machen Sie sich lächerlich. Denn diese abschwächenden Wörter lassen sie unsicher wirken, als würden Sie nicht zu Ihrer Meinung stehen.
  • Nutzen Sie nicht zu viele Ich-Botschaften, sonst halten Sie viele für egoistisch, wenn Sie nur kommunizieren, wie Sie sich fühlen.

Fragetechniken

05.11.2009

Das Ziel einer Frage ist es, eine Antwort zu erhalten. Ob in einem alltäglichen Gespräch, in einem Interview oder in einer Befragung, die gewünschte Antwort zu bekommen ist nicht immer einfach. Oft ist es sogar schwer, eine Frage überhaupt zu erkennen. Fehlende Betonung, Mimik oder Gestik können dazu führen, dass Fragen unbeantwortet bleiben. In schriftlicher Form ist das einfacher. Ein Fragewort und ein Fragezeichen am Ende des Satzes und es ist klar, dass es sich hier um eine Frage handelt. Um in Gesprächen eine Antwort zu bekommen, gibt es zwei primäre Techniken, die ich Ihnen hier vorstellen möchte. Die offene und die geschlossene Frage.

Offene Fragen

Auf offene Fragen gibt es viele Antworten. Sie beginnen mit einer W-Frage, klare „Ja“-oder „Nein“-Antworten gibt es nicht. Der Gefragte wird in seinen Antwortmöglichkeiten nicht eingegrenzt und antwortet mit seiner persönlichen Meinung und so ausführlich, wie er es möchte – das ermuntert ihn, weiter am Gespräch teilzunehmen.
Beispiele für offene Fragen sind:

  • Was ist passiert?
  • Wie ist das passiert?
  • Was meinen Sie dazu?

Aber Vorsicht: Nicht alle W-Fragen sind offene Fragen. Auf die Frage: „Wie hoch ist der Berg?“ kann es nur eine Antwort geben. In Fragebögen sind offene Fragen eher selten zu finden, denn sie sind sehr subjektiv und schwer auszuwerten. Journalisten z. B. nutzen diese offenen Fragen, um an Informationen zu gelangen.

Geschlossene Fragen

Auf geschlossene Fragen gibt es für jeden Befragten nur eine Antwort, beispielsweise „Ja“ oder „Nein“. Daher muss der Gefragte eine klare Meinung zu dem Thema haben, um sich entscheiden zu können.
Beispiele für geschlossene Fragen sind:

  • Gehst du heute weg?
  • Machen Sie heute Überstunden?
  • Haben Sie das gemacht?

In Fragebögen finden Sie diese geschlossenen Fragen besonders häufig. Denn eine klare Antwort lässt sich einfach auswerten. Zudem ist eine geschlossene Frage eine schnelle Alternative, um an klare Informationen zu gelangen.

Denken Sie das nächste Mal, wenn Sie eine Frage stellen, nach, welche Art von Antwort Sie erwarten. Dann werden Sie von der Antwort nicht enttäuscht – den Inhalt können Sie natürlich nicht beeinflussen.

Egoismus im Geschäftsleben

02.11.2009

Der Fehler Nummer 1 im Geschäftsleben ist eindeutig Egoismus. Denn wer sich wie das künstliche Gebilde der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre – der Homo Oeconomicus – verhält, dem fällt der Erfolg nicht gerade in den Schoß. Denn wer nur eigennützig und rational handelt, der erntet Missgunst von den Kollegen. Viele Unternehmer folgen noch diesem alten Prinzip und versuchen als eine Art Alleinherrscher, das Unternehmen zu führen. Doch Egoismus schadet mehr, als dass er nutzt. Denn die Menschen geben nicht nur auf sich selber Acht, sondern handeln nach persönlichem Belieben. Das Ziel besteht heute nicht mehr nur darin, Wohlstand zu schaffen und zu vermehren, sondern auch einen fairen Umgang mit Mitarbeitern zu schaffen.

An die Stelle des Homo Oeconomicus tritt ein Mensch, der Fairness und Gerechtigkeit höher bewertet als die schlichte Maximierung des Eigennutzes – und dies auch von seinem Gegenüber verlangt. Menschen werden viel mehr von ihren Emotionen gesteuert, als bisher angenommen. Daher stoßen egoistische Menschen im Geschäftsleben auch oft auf Kritik. Denn den Stress, den Egoismus auslöst, kann keiner ohne weiteres – auf längere Zeiträume betrachtet – aushalten. Stress ist die Hauptursache für Herzerkrankungen in westlichen Ländern.

Ein überraschender Versuch

Armin Falk führte gemeinsam mit Psychologen, Genetikern und Neurowissenschaftlern Feld- und Laborexperimente durch, die das Bild des sozialignoranten Egoisten in Frage stellen. An seine Stelle tritt ein Mensch, der Fairness und Gerechtigkeit höher bewertet als die schlichte Maximierung des Eigennutzes – und dies auch von seinem Gegenüber verlangt.

Der Bonner zeigt mit einem einfachen Rollenspiel, dass die Traditionalisten, die unterstellen, dass Engagement sich erzwingen lässt, wenn man den Mitarbeiter streng kontrolliert, scheitern. Dabei wurden zwei Vergleichsgruppen mit Chefs und Mitarbeitern eingesetzt. In der ersten legte der Chef einen Lohn fest und überließ es den Mitarbeitern, wie viel sie dafür arbeiten. In der zweiten Gruppe war die Entlohnung an detaillierte Arbeitsvorgaben und Anwesenheitsbestimmungen geknüpft. Am Ende war das Leistungsniveau höher, wenn die Mitarbeiter nicht eingeschränkt wurden. Danach befragt, gaben die Mitarbeiter an, dass sie die Einschränkung als Misstrauen deuteten und darauf mit Leistungszurückhaltung reagierten.

Haben Sie Erfahrungen mit egoistischen Chefs oder Mitarbeitern? Kommentieren Sie diesen Artikel und lassen Sie es mich wissen.

Argumentieren lernen | Argumente Argumentation Diskussion Gespräch Kommunikation Rhetorik Argumentieren lernen | Argumente Argumentation Diskussion Gespräch Kommunikation Rhetorik Argumentieren lernen | Argumente Argumentation Diskussion Gespräch Kommunikation Rhetorik Argumentieren lernen | Argumente Argumentation Diskussion Gespräch Kommunikation Rhetorik